Seit vergangenen Donnerstag gilt in Konstanz eine neue Verordnung, die das Abspielen von tragbaren Lautsprechern und ähnlichen Musikgeräten in der Nacht verbietet. Deshalb war die Polizei am Wochenende im Bereich des Herosé-Areals, der Rheinpromenade und der Seestraße unterwegs und informierte die Menschen vor Ort über das Verbot – auch durch das Verteilen von Flugblättern.

Wie aus einer Pressemitteilung der Polizei hervorgeht, zeigten die meisten Personen Verständnis für die Maßnahmen und konnten die Überprüfungen nachvollziehen.

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Am Samstagabend kam es im Rahmen dieser Kontrollen zu einem Vorfall: Kurz nach Mitternacht versuchte ein 20-Jähriger die Luft an einem Reifen eines Streifenwagens abzulassen. Dabei wurde er jedoch von einer Streife beobachtet. Als der junge Mann die Polizisten sah, soll er die Flucht ergriffen haben.

Rund 15 Personen reagierten aggressiv auf die Beamten

Die Beamten holten ihn laut Mitteilung der Polizei jedoch ein und brachten ihn zu Boden. Weiter heißt es: „Bei der anschließenden Personenkontrolle kam es zu Solidarisierungen von rund 15 Personen, die verbal aggressiv und respektlos gegenüber den Beamten auftraten. Nur durch das Eintreffen von weiteren Polizeibeamten konnte die Lage beruhigt werden. Der 20-Jährige muss nun mit einer Anzeige rechnen.“

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Was genau dem jungen Mann blüht, kann Herbert Storz, Sprecher der Polizei Konstanz, nicht sagen. „Das kann von Sachbeschädigung bis hin zu gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr gehen“, erklärt er auf Nachfrage des SÜDKURIER.

Außerdem gilt: Wer sich an einem Polizeiwagen zu schaffen macht und es deshalb nicht mehr fahrbereit ist, erhält nicht nur eine Anzeige sondern auch die Rechnung für das Abschleppen des Fahrzeugs.

Weitere Personen erhielten am Wochenende eine Anzeige

Darüberhinaus erhielten laut Polizei am Freitagabend sechs Personen eine Anzeige wegen des Abspielens von Musik über tragbare Lautsprecher. Fünf dieser Musikboxen seien beschlagnahmt worden. Auch am Samstagabend wurden sechs Personen angezeigt, weil sie nach 23 Uhr Musik über Lautsprecher abspielten, obwohl die Beamten zuvor auf das Verbot hingewiesen hätten.

Das Verbot gilt zunächst temporär für einen Monat zwischen 23 und 6 Uhr – allerdings nicht auf dem Gelände von Klein Venedig, da es hier keine Wohnbebauung in der Nähe gibt. Die Konstanzer Polizei kündigt zudem an, dass in den kommenden Tagen weitere Überprüfungen entlang des Seerheins folgen werden.

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