Der Vorschlag von Andreas Thöni vom Konstanzer Amt für Wahlen dürfte vielen jungen Menschen nicht gefallen. Demnach soll die Jugend von Konstanz im Februar 2022 ihre Vertreter wählen, die dann als Jugenddelegation am Gemeinderat und auf Wunsch auch bei Ausschüssen teilnehmen.

Dabei warteten junge Menschen schon seit dem Jahr 2019 darauf, dass es mit der Jugenddelegation endlich vorangehe, bemängelte Nina Röckelein, Stadträtin der Freien Grünen Liste, im Konstanzer Jugendhilfeausschuss.

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Das Wahlamt wiederum sieht sich wegen der Landtags- und Bundestagswahl in diesem Jahr außerstande zudem noch die Jugendwahl zu organisieren. Das Amt sei schon durch Herausforderungen belastet, die Abstimmungen so zu gestalten, dass sie den Hygieneregeln bei der Pandemie durch das Coronavirus entsprechen.

Im Grundsatz billigte der Ausschuss das Konzept von Irene Jun, von der Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Konstanz. An den Details werde noch gearbeitet, versprach Jun.

Werden Seniorenrat und Jugendrat gleichwertig sein?

Im Jugendhilfeausschuss warfen mehrere Redner die Frage auf, ob der Stadtseniorenrat nicht gleich behandelt werden müsste mit einer künftigen Jugenddelegation. Marcus Nabholz (CDU), Achim Schächtle (FDP) und Matthias Schäfer (Junges Forum) fürchten Spannungen, sollte es unterschiedliche Regelungen geben.

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Verena Mohr, Leiterin der Geschäftsstelle Gemeinderat, sagte dagegen: Jugendliche sollen nach der Gemeindeordnung beteiligt werden, hätten aber, anders als Senioren, vielfach wegen des geringen Alters keine Möglichkeit für den Gemeinderat zu kandidieren. Bei Kommunalwahlen dürfen 16-Jährige zwar schon wählen, die Kandidatur aber ist erst ab dem Alter von 18 Jahren möglich.