Dionys Widmer, Mediensprecher der Stadtpolizei St. Gallen, sagte auf Anfrage, es sei gegen 16.15 Uhr ein lauter Knall zu hören gewesen. Teilweise seien auch zwei Knalle gehört worden. Viele besorgte Bürger hätten sich daraufhin bei der Stadtpolizei gemeldet. Diese habe schnell abklären können, dass es sich um einen Überschallknall handelt und dass keine Gefährdung bestanden habe. 
 
Auch in Konstanz oder Friedrichshafen war der Knall zu hören.

Kein Funkkontakt mit Airline


Ein Sprecher der Schweizer Luftwaffe bestätigt den Überschallknall. "Der Grund war eine Hot Mission im Rahmen eines Luftpolizei-Einsatzes", so der Sprecher. Eine Airline, die im Flugraum Zürich Richtung Bodensee unterwegs war, habe keinen Funkkontakt mit der Flugsicherung gehabt.

"Deshalb sind zwei F/A-18 aufgestiegen, zu der Airline geflogen und haben visuellen Kontakt mit dem Piloten aufgenommen." Dieser sei aufgefordert worden, auf internationale Notfrequenz zu schalten. "Danach konnte die Situation aufgelöst und die Mission beendet werden", so der Sprecher der Luftwaffe.

Bereits Anfang Juli hatte es in der Ostschweiz Überschall-Knalle gegeben, der durch zwei Hornets F/A-18-Kampfjets der Schweizer Luftwaffe verursacht wurde. Diese hatten im Gebiet über Schaffhausen eine Passagiermaschine wegen einer anonymen Bombendrohung abgefangen. Die Drohung erwies sich wenig später als Fehlalarm.