Es waren gute Vorsätze, die Politik und Wirtschaft für das Jahr 2019 gefasst hatten. Viel Geld sollte fließen in die Sanierung, den Ausbau sowie die Ausstattung und Digitalisierung der Konstanzer Schulen. Wirklich viel verbessert hat sich seither aber offenbar noch nicht.

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Die Stadt arbeitet weiter daran, die Versäumnisse der Vergangenheit aufzuarbeiten und den Investitionsstau an ihren Schulen zu beheben. In den kommenden Jahren bleibt deshalb viel zu tun. Auch 2020.

Schulsanierungen stehen teils noch ganz am Anfang

Das wurde in einer Sitzung des Gemeinderats Ende November deutlich, in der Frank Schädler, Leiter des Amts für Schulen und Sport, einen Überblick über aktuelle und ausstehende Projekte lieferte. So steht die Sanierung einiger Schulen teils am Anfang, teils weiterhin aus.

Der Bau für die neue Oberstufe der Gemeinschaftsschule soll nach einiger Verzögerung beginnen; für das Suso-Gymnasium laufe die Planung, weil Platz Mangelware sei; und auch an den Erweiterungsplänen einiger Grundschulen werde gearbeitet.

Am Hafner soll einmal eine neue Grundschule entstehen

Angesichts steigender Geburtenzahlen in Konstanz wird die Stadt den neu geschaffenen Platz an den Schulen künftig dringend benötigen. Im Wohnbaugebiet Hafner soll deshalb in fernerer Zukunft eine zweizügige Grundschule entstehen.

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Beim Ausbau der Kindertagesbetreuung möchte und muss die Stadt aber schon jetzt auf die Tube drücken, um den Rechtsanspruch der Eltern erfüllen zu können. Ein weiteres Zukunftsthema ist – nicht erst seit neuestem – die Digitalisierung an Schulen.

Hier scheint es auch künftig eher in kleinen Schritten voranzugehen, trotz hoher Fördersummen. Auch das wurde in der Gemeinderatssitzung deutlich. Dort warnte Frank Schädler nämlich vor zu hohen Erwartungen.

Auf diese Punkte im Bereich Bildung und Soziales wird 2020 besonders zu achten sein

  • Geschwister-Scholl-Schule: Der Sanierung der Geschwister-Scholl-Schule misst die Stadt Konstanz auch für das Jahr 2020 eine besondere Bedeutung bei. Sechs bis acht Jahre sollen die Arbeiten dauern. 5 Millionen Euro sind für die Erneuerung des Gebäudes eingeplant für die Jahre 2019/2020.
Der Sanierung der Geschwister-Scholl-Schule misst die Stadt Konstanz auch für das Jahr 2020 eine besondere Bedeutung bei.
Der Sanierung der Geschwister-Scholl-Schule misst die Stadt Konstanz auch für das Jahr 2020 eine besondere Bedeutung bei. | Bild: Hanser, Oliver

Nach einem Asbestfund im Sommer des vergangenen Jahres könnten die Kosten nun um bis zu drei Millionen Euro steigen. Auch auf die Dauer der Sanierung, die in den vergangenen Sommerferien begann, dürfte sich der Fund negativ auswirken.

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  • Generalsanierung zahlreicher Schulen: Der Handlungsbedarf bei der Sanierung der Schulen ist weiterhin groß. Das sieht auch die Stadt Konstanz. So sollen im Jahr 2020 die Berchenschule, die Theodor-Heuss-Realschule, die Förderschule am Buchenberg sowie die Grundschulen Wallgut und Wollmatingen generalsaniert und teils ausgebaut werden.
2020 soll unter anderem die Grundschule Wollmatingen generalsaniert werden.
2020 soll unter anderem die Grundschule Wollmatingen generalsaniert werden. | Bild: Oliver Hanser

Die Stadt erhält dafür 6,4 Millionen Euro aus Förderungen. Bedingung für diese Förderungen sei jedoch, dass Konstanz rund 9,3 Millionen Euro aus eigener Tasche bezahlt, heißt es vonseiten der Stadtverwaltung.

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  • Förderung von Integration: Mit dem Projekt „Internationale Stadt“ möchte sich Konstanz weiter als Ort der kulturellen Diversität positionieren. Ziel sei unter anderem, die Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund zu fördern.
Mit dem Projekt „Internationale Stadt“ möchte sich Konstanz weiter als Ort der kulturellen Diversität positionieren. Der Integrationsbeauftragte David Tchakoura (rechts, neben Bürgermeister Andreas Osner) übernimmt die Leitung.
Mit dem Projekt „Internationale Stadt“ möchte sich Konstanz weiter als Ort der kulturellen Diversität positionieren. Der Integrationsbeauftragte David Tchakoura (rechts, neben Bürgermeister Andreas Osner) übernimmt die Leitung. | Bild: Stadt Konstanz

Dazu zählen geflüchtete, alteingesessene Migranten, internationale Studierende, Forscher und Fachkräfte. Etwa 100.000 Euro sind für dieses Projekt veranschlagt, das den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken soll. Der Integrationsbeauftragte David Tchakoura übernimmt die Leitung.

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  • Spitalstiftung erweitert Angebot: Ab 2020 wird laut Stadtverwaltung Konstanz die Spitalstiftung den Verein Woge übernehmen, der sich gezielt um Menschen mit psychischen Erkrankungen kümmert. Sozialpsychiatrische Fachleute begleiten sie durch Alltagsaufgaben, organisieren Freizeiten, die Begegnungen und Teilhabe ermöglichen.
Die Spitalstiftung möchte seinen Mitarbeitern künftig mehr Wohnungen anbieten, hier auf dem Bild das Projekt auf dem Gelände der Stiftung.
Die Spitalstiftung möchte seinen Mitarbeitern künftig mehr Wohnungen anbieten, hier auf dem Bild das Projekt auf dem Gelände der Stiftung. | Bild: Spitalstiftung Konstanz

Die Stifung möchte zudem eine Gemeinwohlbilanz erstellen, um sich zertifizieren zu lassen. Auch das Angebot weiterer Mitarbeiterwohnungen soll vorangetrieben werden.

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  • Erweiterung der Kinderbetreuung: Viel Geld soll auch in den Ausbau der Konstanzer Kinderbetreuung fließen. Allein 5,1 Millionen Euro kostet laut Stadtverwaltung der Neubau des Kindergartens Jungerhalde. Neu entstehen sollen im Jahr 2020 zudem ein Naturkindergarten sowie eine Kita an der Bücklestraße.
Der Ausbau der Kinderbetreuung kostet die Stadt Konstanz viel Geld. Allein 5,1 Millionen Euro fließen in den Neubau des Kindergartens Jungerhalde.
Der Ausbau der Kinderbetreuung kostet die Stadt Konstanz viel Geld. Allein 5,1 Millionen Euro fließen in den Neubau des Kindergartens Jungerhalde. | Bild: Monika Skolimowska

Die Stadt strebt zudem die Erweiterung der Kita Cherisy, Kita Bruder Klaus, Kita Arche sowie des Kinderhauses Paradies an. Alle Einrichtungen sollen am Ende Plätze für 250 Kinder bieten und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Konstanz fördern.

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  • Wichtige Entscheidung für Hochschulen: Für die Konstanzer Hochschulen wird 2020 ein entscheidendes Jahr. Es geht um die finanzielle Grundausstattung, die ihnen das Land Baden-Württemberg bereitstellt. Die Rektoren fordern deutlich mehr Geld. Sie sehen die Qualität von Forschung und Lehre bedroht.
Der an der HTWG Konstanz als neuer Präsident gewählte Markus Rhomberg (im Bild) sagte der Hochschule nach den Vertragsverhandlungen wieder ab, die Suche nach einem Nachfolger von Carsten Manz geht von vorne los.
Der an der HTWG Konstanz als neuer Präsident gewählte Markus Rhomberg (im Bild) sagte der Hochschule nach den Vertragsverhandlungen wieder ab, die Suche nach einem Nachfolger von Carsten Manz geht von vorne los. | Bild: Elmar Feuerbacher

An der HTWG war bereits der 40-Jährige Markus Rhomberg als Nachfolger von Präsident Carsten Manz gewählt. Allerdings kamen Rhomberg und Hochschulrat bei Vertragskonditionen nicht überein. Somit beginnt die Suche von vorn.

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