Wie geht es bei den Quartiersimpulsen weiter? Nach einer Bürgerbefragung und mehreren Bürgertischen für das Projekt „Wir! Für mehr Lebensqualität in Hohenfels„, an denen verschiedene Themen erarbeitet wurden, hat der Gemeinderat nun in seiner jüngsten Sitzung über die Zukunft des Projekts beraten. Dabei steht das Gebäude der Grundschule stark im Fokus:

Hintergrund und Quartiersimpulse

Über das Thema wie Hohenfels zu einer noch attraktiveren Gemeinde werden kann, hat der Gemeinderat bereits in den Jahren 2016 und 2018 in Klausursitzungen mit Blick auf ein Konzept für Senioren gesprochen. Gemeinde und Bürgerverein „Hohenfels hat Zukunft“ haben dann im vergangenen Jahr Fördermittel aus dem Programm „Quartiersimpulse„ beantragt und erhalten (siehe Kasten). Damit konnte eine Bürgerbefragung umgesetzt werden, der die Bürgertische folgten.

Das Gesamtprojekt trägt den Namen „Wir! Für mehr Lebensqualität in Hohenfels„. Der Name betont unter anderem, dass man es nur gemeinsam schaffen wird. Aus einem Malwettbewerb in der Korbinian-Brodmann-Grundschule stammt das Wir-Logo, das viele ineinandergreifende Hände zeigt.

Bisherige Ergebnisse kommen bald

Was bei den Bürgertischen erarbeitet wurde, werde in ein rund 150 Seiten umfassendes Werk zusammengefasst, erklärte Bürgermeister Florian Zindeler im Gemeinderat zum aktuellen Stand. Es stehe kurz vor der Fertigstellung.

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Zweiter Zuschussantrag

Um weitere Projekte, wie die Bürgergemeinschaft oder die Gestaltung und Nutzung der alten Grundschule mit fachlicher Begleitung voranzutreiben zu können, wird ein zweiten Förderantrag für das Förderprogramm „Quartiersimpulse„ gestellt. Der Gemeinderat erteilte hierzu in der Sitzung sein Einvernehmen.

Die Vinzenz Service GmbH soll die Maßnahme wieder begleiten. Dazu kommt mindestens ein zivilgesellschaftlicher Partner. „Das ist ein schönes Signal für unsere Bürger: Es geht weiter“, sagte Florian Zindeler.

Vier Vorhaben für die Zukunft

Florian Zindeler stellte vier zum Teil eng verzahnte Punkte vor. Das erste ist das soziale Netzwerk „Bürger für Bürger“, für das mit Fördermittel zum Beispiel passende Software gekauft werden könnte. An zweiter Stelle standen Bürgertreffs mit offenen Angeboten, einem Boccia-Platz oder Tanzkursen. Hier könnten beispielsweise Kursleiter oder Räumlichkeiten unterstützt werden.

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Als Drittes folgte „Bunte Wohnformen“. Darunter könnten beispielsweise Senioren Wohngemeinschaften entstehen, die auch generationenübergreifend denkbar wären. Hier gelte es unter Umständen Bebauungspläne zu entwickeln.

Dies hängt eng mit Viertens, dem Areal der alten Grundschule, zusammen. Es kamen Ideen wie ambulantes Wohnen, Marktplatz und ein Café auf. Generell stünden am Anfang die Fragen „Was ist wichtig? Was brauchen wir?“. Die Partner würden die Vorbereitungen treffen, die dann konkrete Investitionen nach sich zögen. Der Bürgermeister verstand, dass dies manchem Gemeinderat zu wenig greifbar war. Doch könne er zum jetzigen Zeitpunkt nicht konkreter werden, da man noch in der Planungsphase sei.

Mögliche Nutzung der alten Schule

In Hohenfels bietet vor allem das Areal der alten Grundschule neben der neuen Korbinian-Brodmann-Grundschule Raum für innerörtliche Entwicklung. Wie dies in das Wir-Projekt eingeplant werden kann und was auf dem gesamten Gelände noch möglich ist, wird die Gemeinde kurz-, aber auch langfristig beschäftigen.

Kurzfristig könnten Flüchtlinge eine Unterkunft finden. Langfristig sind hier alternative Wohnformen angedacht, die vor allem Senioren eine aktive Teilnahme am Gemeindeleben ermöglichen sollen.

In der Heimat alt werden können, war ein Grundanliegen, das in „Wir! Für mehr Lebensqualität in Hohenfels!“ mündete. So soll der ländliche Raum für alle Generationen attraktiv bleiben, indem Bürger, Gemeinderat und Verwaltung an einem Strang ziehen. Das Konzept soll den Bürgern in einer Bürgerversammlung vorgestellt werden, bevor es konkreter umgesetzt wird.