Das interkommunale Gewerbegebiet (IKG) Egelsee an der Landesstraße 194 zwischen Stockach und Pfullendorf wächst. Die Grenze zwischen den Kommunen Hohenfels und Herdwangen-Schönach geht mitten durch das IKG.

Deshalb waren beim Spatenstich für die Erweiterung die Bürgermeister beider Kommunen, Florian Zindeler für Hohenfels und Ralph Gerster für Herdwangen-Schönach, anwesend. Sie teilen sich den Vorsitz im Zweckverband Interkommunales Gewerbegebiet: Kosten und Erlöse werden hälftig zwischen den Gemeinden aufgeteilt.

Land fördert das IKG

2001 startete die Planung des IKG Egelsee, im Jahr 2017 wurden dann zum bestehenden Gebiet 3,45 Hektar hinzu erworben, welche ab jetzt erschlossen werden. Durch eine Förderung vom Land innerhalb des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR) konnte dem Projekt ein finanzieller Schub verpasst werden. Hierfür seien die Bürgermeister beider Gemeinden dankbar, denn die Erschließungskosten stiegen derzeit, während die Flächenverfügbarkeit in Seenähe sinke.

Blick auf das Interkommunale Gewerbegebiet Egelsee jenseits der Landesstraße 194, genau auf der Grenze zwischen den Kommunen Hohenfels und Herdwangen-Schönach.
Blick auf das Interkommunale Gewerbegebiet Egelsee jenseits der Landesstraße 194, genau auf der Grenze zwischen den Kommunen Hohenfels und Herdwangen-Schönach. | Bild: Constanze Wyneken

In allen Bereichen des IKG werde vorausschauend geplant, erklärte Bürgermeister Ralph Gerster: die Glasfaser- und Erdgasanschlüsse und der Straßenkörper seien auf dem modernsten Stand der Technik.

Ansiedlung ab Ende des Jahres

Projektiert wurde die Erschließung von der Balinger Firma Fritz und Grossmann Umweltplanung, dem Sigmaringer Ingenieursbüro Langenbach und dem Vermessungsbüro Hohenfels. Die Balinger Firma Stumpp führt die Tiefbaumaßnahmen aus, die Frickinger Firma Walter-Unger Rohrleitungsbau ist zuständig für die Arbeiten am Rohrnetz und die Wasserversorgung. Netzbetreiber ist die Netze BW.

Gegen Ende des Jahres soll das IKG vollends erschlossen sein. Dann können sich neue Unternehmen, Handwerker und Dienstleistungsbetriebe dort ansiedeln.

Jede Menge Kaufinteressenten

Bürgermeister Florian Zindeler sagte, für die Bauplätze im neuen Teil des IKG habe man Kaufinteressenten zur Genüge: doppelt so viele, wie die Fläche maximal biete. Maximal darum, weil ein Grundstück erst ab einer Fläche von 2000 Quadratmeter erworben werden könne. Mit dieser Beschränkung wolle man eine Zersiedelung des IKG verhindern und dadurch, dass sich hoffentlich möglichst große Unternehmen niederlassen, für viele neue Arbeitsplätze sorgen.

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Der Zuschnitt der Grundstücke sei bis jetzt noch unklar. Die jeweilige Vermessung erfolge jeweils im Rahmen der Größe, die benötigt würde und der Zweckverband berate dann über die Vergabe. Vermutlich könne gen Ende dieses Jahres oder spätestens zu Beginn des nächsten Jahres das erste Unternehmen seinen Spatenstich machen. Anfragen für einen Bauplatz sollten bis September oder Oktober gestellt werden.

Förderung reduziert Preise

Über die Preisgestaltung könne man derzeit und vor Beendigung der Erschließung noch nichts sagen, erläuterte Florian Zindeler. In jedem Fall sei es erfreulich, dass durch die Förderung des Landes Baden-Württemberg die Bauplatzpreise reduziert werden könnten. Das Land fordere und fördere, dass auch kleine Kommunen Platz zum Wohnen und für Gewerbe anbieten sollen. „Wir sind froh, dass das hier so gut funktioniert“, sagte der Hohenfelser Bürgermeister.

Die Baumaßnahme müsse durch 290.000 Ökopunkte ausgeglichen werden – geplant seien dafür Umpflanzungen im Wald. Außerdem soll je 1500 Quadratmeter Grundstücksfläche im IKG Egelsee ein heimischer Baum gepflanzt werden.