Lebensqualität ist das Schlagwort, das bei der Gemeinde Hohenfels im Mittelpunkt eines Antrags für das Förderprogramm "Quartiers­impulse" steht. "Die Quartiersimpulse eröffnen neue Möglichkeiten", sagte Bürgermeister Florian Zindeler in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Die Gemeinde wolle hier dasselbe Programm wie Mühlingen anzapfen. Der Rat dort hatte auch schon beschlossen, Gelder zu beantragen.

Die Gemeinde Hohenfels sieht Ansatzpunkte in allen Altersgruppen, doch will den Schwerpunkt auf Pflege und Unterstützung im Alter legen. Zindeler wies aber auch darauf hin, dass das katholische Altenwerk und der VdK bereits wertvolle Arbeit geleistet hätten. Mit dem Förderprogramm sei es das Ziel, die Lebensqualität und wer welchen Bedarf hat, unter fachlicher Begleitung im Rahmen einer Sozialstudie zu untersuchen, erklärt die Sitzungsvorlage. Die Ergebnisse kommen dann in Bürgerwerkstätten, von dort werden sie zu Projekt-Skizzen und je nach Finanzierbarkeit irgendwann Realität. "Wir haben bereits einen Partner gefunden", sagte Zindeler. Es sei die Bürgerinitiative "Hohenfels hat Zukunft".

Außerdem habe die Verwaltung schon bei einem Unternehmen für die Vorbereitung des Förderantrags angefragt, das dem Gemeinderat bereits in den Jahren 2016 und 2018 beim Thema Seniorenkonzept und Verbesserung der Lebensqualität beratend zur Seite gestanden habe. Gemeinderat Karl Schmid (FUW) erkundigte sich zur Sicherheit, ob es nur um Senioren gehe. Er wolle nicht, dass es nur um die Älteren gehe. Aber Florian Zindeler betonte, dass alle Alter betrachtet würden. "Es wird vieles abgefragt", sagte er.

In der Beschreibung des Förderprogramms heißt es, dass bei allen Projekten vor Ort auf einen Dialog zwischen Städten, Gemeinden, Landkreisen mit zivilgesellschaftlichen Akteuren hingewirkt werden solle. So sollen Themen und Projekte vor Ort in Kooperation umgesetzt werden können.

Jetzt steht aber noch alles am Anfang. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung einstimmig beschlossen, den Förderantrag zu stellen. Die Fördersumme liege bei einem bestimmten Prozentsatz der Gesamtkosten, erklärte Zindeler. Er nannte einen Betrag von rund 60 000 Euro. Der Zuschuss könnte bei etwa 47 000 Euro liegen, falls die Gemeinde diesen bekomme. Die Gemeinde Hohenfels würde Eigenmittel in Höhe von 10 600 Euro aufbringen. Dabei sei auch eine Verrechnung mit Sachleistungen möglich, so Zindeler.