„Das Jahr 2021 war wieder ein höchst interessantes Jahr“, so Klaus Brachat als Vorsitzender des Afrika-Hilfsverein Brücke der Freundschaft bei der Mitgliederversammlung. Trotz massiver Einschränkungen durch die Pandemie sowohl in Deutschland als auch in Sambia habe es kaum ein Jahr gegeben, in dem mehr lief als 2021. Die Sorge vieler, der Verein sei durch die Pandemie nicht mehr in Aktion, sei unbegründet gewesen.

Allerdings musste Brachat den anwesenden Mitgliedern berichten, dass das Spendenaufkommen in 2021 um 20 Prozent gesunken sei. Dies sei umso schmerzlicher, als man sich in 2019 über einen kräftigen Anstieg hatte freuen können. Als Grund nannte Brachat die sogenannte Altersfalle – einige treue bisherige Spender sind verstorben – und die allgemeine gesellschaftliche Entwicklung.

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Im Blick auf den Ukraine-Krieg und den Anstieg der Lebenshaltungskosten sei er auf das Ergebnis 2022 gespannt. Dennoch konnte die Brücke in 2021 mit einem sechsstelligen Betrag zahlreiche Hilfen gewähren und Projekte auf den Weg bringen. 246 Mitglieder unterstützen mit ihrem Mitglieds- und Förderbeitrag sowie durch Patenschaften die Brücke der Freundschaft dabei.

Verein hilft vielfältig direkt vor Ort

Brachat verwies auf ein neues Flugblatt, auf dem die vier Bereiche, in denen die Brücke tätig ist, sehr anschaulich dargestellt sind. Sie umfassen die pädagogische, medizinische und materielle Hilfe für Waisenkinder, Hilfen und Begleitung in der Gesundheits- und Krankenpflege, Wasserbohrungen und Brunnenbau für Schulen und Gesundheitseinrichtungen sowie im Bereich Bildung die Unterstützung durch Schuldgeld, Pädagogik, Betreuung sowie die Errichtung von Unterkunftsgebäuden und Schulen.

In seinen Ausführungen ging Brachat auch auf die aktuelle Situation ein und berichtete unter anderem, dass von den bisherigen 36 Hilfscontainern mit jeweils einem Wert um die 100.000 Euro der zuletzt auf die Reise geschickte Container nun Ende September in Sambia ankomme. Anhand von Fotos wurden den Mitglieder die Projekte in Sambia am Ende Versammlung vorgestellt.