Kirsten Graf (SPD/UL) hat in der Vergangenheit mehrfach darauf hingewiesen: Als Vertreterin der Gesundheitsberufe mahnte sie nicht nur das Tragen von FFP2-Masken in den Gottmadinger Gemeinderatssitzungen an; sie forderte auch die Möglichkeit von digitalen Sitzungen ein. Ihr Kollege Axel Meyer pflichtete ihr bei. Eine entsprechende Regelung sieht die die Gemeindeordnung für Baden-Württemberg in Paragraf 37a vor.

Seuchenschutz erlaubt kommunale Digitalkonferenzen

Aus schwerwiegenden Gründen dürfen Sitzungen seit Mai 2020 auch ohne persönliche Anwesenheit der Mitglieder im Sitzungsraum in Form von Videokonferenzen oder auf vergleichbare Weise durchgeführt werden. Der Seuchenschutz in der Corona-Pandemie ist ein schwerwiegender Grund, um beschlussfähige Videokonferenzen anberaumen zu können. Der Bürgermeister entscheidet, ob eine Sitzung als Videokonferenz einberufen wird.

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Geänderte Hauptsatzung macht‘s möglich

Bereits im November haben das Gremium die Gottmadinger Hauptsatzung so geändert, dass die Gemeinderäte auch in diesem Jahr an Beratungen und Beschlussfassungen teilnehmen können, wenn die Videoübertragung in Echtzeit geschieht.

Bürger können die Sitzung im Ratssaal verfolgen

Was für viele Betriebe mittlerweile zum Alltag geworden ist, hat nun im Gottmadinger Ratsgremium Premiere. In der Zwischenzeit ist das Rathaus entsprechend technisch umgerüstet. „Auch wenn wir uns nur digital treffen, müssen wir auch eine analoge Sitzungsteilnahme ermöglichen“, sagt Bürgermeister Michael Klinger. „Deshalb wird die Zoom-Konferenz in den Ratssaal übertragen.“ Dort können dann Besucher die Sitzung verfolgen. Anfangs habe die Technik noch ein bisschen geruckelt, erzählt Alexander Kopp, der an der Umrüstung beteiligt war. „Doch jetzt müsste die Zoom-Konferenz stabil über die Bühne gehen.“ In der Einladung zur ATU-Sitzung wird auch darauf hingewiesen, dass eine ausführliche Anleitung im Amtsblatt zu finden sei.