„Themen gab es eine Menge“, sagt Wirtschaftsförderer Thomas Schleicher im Rückblick auf anstehende Aufgaben im vergangenen Jahr. Oberste Priorität hätte der Neubau der Eichendorff-Realschule gehabt, richtet er ein Lob an den Gottmadinger Gemeinderat, der eine Prioritätenliste aufstellte, dabei mit Maß und Ziel aber kein Thema außer Acht gelassen habe.

Probleme beim „Schweizer Tor“

Im Ressort Wirtschaftsförderung stand das Gewerbegebiet „Schweizer Tor“ in Bietingen im Vordergrund. „Das hat uns mehr Hürden abverlangt als gedacht“, sagt Schleicher. Nach dem Erwerb der Flächen 2018 sei man davon ausgegangen, dass die Gemeinde 2019 schnell in die Vermarktung gehen könnte.

Ein Umlegungsverfahren, wobei Grundstücksflächen ausgetauscht werden, zog sich bis September 2019 hin. Um die raren Gewerbeflächen in Gottmadingen größtmöglich auszunutzen, müssen die Interessenten Vorgaben einhalten. Um Flächenverbrauch zu sparen, werden Grundstücke für Gewerbehallen mit einer Mindestgröße von 1000 Quadratmetern angeboten, wobei mit den benötigten Nebenflächen die Grundausnutzung 80 Prozent betragen muss.

Das betreffe besonders kleine Betriebe. „Bei einer Fläche von rund 2800 Quadratmeter müssen sich drei Interessenten die Fläche aufteilen und Halle an Halle bauen“, gibt Schleicher ein Beispiel. Einige seien abgesprungen, die bleibenden Interessenten müssten neu planen. Schleicher ist zuversichtlich, dass im ersten Quartal 2020 die Verkäufe endlich getätigt werden können und im Laufe des Jahres mit den Baumaßnahmen begonnen werden kann.

Cowa-Haus erinnert an ehemalige Fabrik

Zum Thema Ortskernmitte hebt er den attraktiven Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses des Gebäudedienstleisters Cowa am Kohlberg hervor. Die Architektur erinnert an das ehemalige Fabrikgebäude der Firma Fahr und wurde von der Gemeinde positiv begleitet.

Ein großes Projekt im Bereich Wohnraumschaffung sei der Neubau eines Mehrfamilienhauses über die Anneliese-Bilger-Stiftung gewesen. 2019 erstellt, konnten die neun Wohnungen in diesem Jahr bezogen werden. Weit fortgeschritten ist das Bauprojekt mit 54 Wohnungen der Wohnbaugesellschaft Gottmadingen, das 2019 begonnen wurde. Gut angelaufen sei der mit Bürgern initiierte Planungsprozess „Quartier 2020“, so Schleicher. Auf dem Schulstandort der Realschule soll nach Umzug in die neue Schule ein Mehrgenerationenquartier entstehen.

Zwei Monate vor dem Zeitplan

Zum Thema Schulneubau kann Alexander Kopp vom Bauamt gute Nachrichten verkünden: „Es geht voran. 80 Prozent der Firmen stehen fest, die meisten Aufträge sind vergeben.“ Bisher sei man sehr zufrieden, der Rohbau wurde zwei Monate vor dem Zeitplan fertiggestellt.

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Dadurch könne auch früher als geplant mit der Fassade aus Holz als nächstes großes Gewerk begonnen werden. Im Moment sind drei Geschosse fertiggestellt, bis zum Frühjahr werde die letzte Decke des Flachbaus betoniert sein. Beim derzeitigen Stand geht Kopp davon aus, dass der Neubau im Sommer 2021 nach Plan bezogen werden kann.

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