Der Gebäudedienstleister Cowa hat mit dem Bau seines Wohn- und Geschäftshauses in der Hauptstraße begonnen. Das Kohlberg-Areal wird ein markanter Hingucker, wie die ersten Ansichten des Architekturbüros Kraus und Schönberg zeigten. Und der Bau wird sicherlich für Diskussionen sorgen.

Eigentlich hätte Geschäftsführer Thomas Conrady auch gern zu einem Spatenstich eingeladen. Doch dann ging alles ziemlich schnell mit dem Baggeraushub. So entschied man sich, zu einer kleinen Feier mit Grundsteinlegung einzuladen. Zusammen mit seiner Partnerin Nina Ache-Hirschmann, die als Mutmacherin bei den wöchentlichen Jour-Fixe-Terminen dabei ist, zeigte Conrady eine Ansicht des Gebäudes.

Architekt ist gebürtiger Gottmadinger

"Unser Architekt Tobias Kraus, übrigens gebürtig aus Gottmadingen, hat die Herausforderung gemeistert, das richtige Gebäude für das Gewann Kohlberg mit seiner Geschichte zu planen. Sie sehen dies an der Form der Sheddächer, an der Fassadenverkleidung aus Klinker und an der Größe des Gebäudes."

2020 soll das Haus fertig sein

Es entstehen Eigentumswohnungen und eine Arztpraxis. Das Gebäude soll im Sommer 2020 bezogen werden. Auch die Cowa wird dort neue Räume beziehen. "Unser Wachstum in den letzten Jahren war so stark, dass die alte Bilger-Villa aus allen Nähten platzt", sagt Conrady. "Wir können somit in direkter Nachbarschaft zum alten Bestandsgebäude zusätzliche Büroraume schaffen. Das Highlight wird ein Zentrum Reinraum sein, bei dem wir unsere besondere Kompetenz in der Reinraumreinigung darstellen und zusätzlich Mitarbeiter schulen können", erläuterte Thomas Conrady die Unternehmenspläne.

Gleich wird der Grundstein gelegt (von links): Andreas Handloser vom Bauunternehmen, Architekt Tobias Kraus, Nina Ache-Hirschmann, Cowa-Geschäftsführer Thomas Conrady und Bürgermeister Michael Klinger. Bilder: Susanne Gehrmann-Röhm
Gleich wird der Grundstein gelegt (von links): Andreas Handloser vom Bauunternehmen, Architekt Tobias Kraus, Nina Ache-Hirschmann, Cowa-Geschäftsführer Thomas Conrady und Bürgermeister Michael Klinger. | Bild: Susanne Gehrmann-Röhm

Bei der Feier dankte Conrady den beteiligten Planern, dem Statiker und den Spezialisten für Heizung und Elektrik und auch dem finanzierenden Kreditinsitut für eine sehr gute Zusammenarbeit.

Bürgermeister lobt Architektur

"Ein guter Grund ist die Basis, auf der alles aufbaut", sagte Nina Ache-Hirschmann. Sie wünschte dem Gebäude, dass sich die Menschen, die dort arbeiten und ein und aus gehen werden, dort wohlfühlen werden. Gottmadingens Bürgermeister Michael Klinger zeigte sich begeistert von der Architektur, die hier entsteht. "Cowa ist fest mit Gottmadingen verbunden und schlägt jetzt noch mal mehr Wurzeln", so Klinger.

In der Edelstahlrolle, die nach altem Brauch bei der feierlichen Grundsteinlegung einbetoniert wurde, befindet sich die SÜDKURIER-Ausgabe des Tages der Grundsteinlegung, Fotos von früher und eines von heute, Münzen, ein Gedicht – sowie ein Papa Schlumpf als Glücksbringer.

Eine riesige Baugrube ist derzeit neben der alten Bilger-Villa (rechts) an der Hauptstraße zu sehen. Die Cowa baut dort ein Wohn- und Geschäftshaus mit besonderer Dach- und Fassadengestaltung.
Eine riesige Baugrube ist derzeit neben der alten Bilger-Villa (rechts) an der Hauptstraße zu sehen. Die Cowa baut dort ein Wohn- und Geschäftshaus mit besonderer Dach- und Fassadengestaltung.

Im Rahmen der Grundsteinlegung gab Thomas Conrady auch bekannt, dass die Einzelunternehmen in Deutschland und der Schweiz, zu denen auch der Gebäudedienstleister Cowa gehört, in der Conrady-Gruppe zusammengefasst wurden. Unter dieser Dachmarke werde künftig der Unternehmensverbund seine strategischen Maßnahmen ausrichten und dabei die Zielmarke von 100 Millionen Euro Jahresumsatz anstreben.