Das Elektrizitätswerk in Aach und die Eigeltinger Gemeinschaftsschule haben sich für eine besondere Kooperation zusammengetan. Das E-Werk belieferte dabei die Schüler für ein Upcycling-Projekt – aber nicht mit Strom, sondern mit Stoff.

Das Logo des Elektrizitätswerks wurde im Zuge der Aktualisierung der Homepage für mobile Endgeräte neu gestaltet. Darum wurden alte Werbebanner überflüssig, denn für sie gab es nun keine Verwendung mehr. Als Geschäftsführer Stefan Kempf bei der Gemeinschaftsschule anfragte, ob sie die Banner gebrauchen könne, traf er gleich auf offene Ohren. Schüler verarbeiteten den Stoff nun zu Taschen-Kreationen weiter.

Upcycling hat an der Schule Tradition

An der Schule hat Upcycling, also die Wiederverwertung von vorhandenen, benutzten Materialien, gute Tradition. Der stellvertretende Schulleiter Andreas Rossatti freute sich, dass mit dem aktuellen Projekt die Tradition, nachhaltig zu arbeiten und außerschulische Partner einzubeziehen, fortgesetzt wurde.

Schüler der Klassenstufen acht bis zehn der Gemeinschaftsschule Eigeltingen haben im Unterrichtsfach AES (Alltagskultur, Ernährung, Soziales) mit ihrer Lehrerin Jessica Melito vier Modelle entwickelt. Jede Tasche ist ein Unikat und kann zum Transport von Laptops, als Schminktasche, Mäppchen oder als Halter für ein mobiles Telefon verwendet werden.

„Beim Upcycling werden Rohstoffe eingespart, bei der Nachnutzung ist Kreativität erforderlich und man macht sich dabei grundlegende Gedanken zum Thema Konsum und Nachhaltigkeit“, freut sich Kempf über die neue Verwendung der alten Banner.

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Normalerweise wären die Taschen am Martinsmarkt verkauft worden. Doch dieser musste leider abgesagt werden. Daher haben die Schüler viele der 50 Stücke für den Eigengebrauch oder als Weihnachtsgeschenke gefertigt. Einige wurden wurden an Klassenlehrer verschenkt und ein Unikat mit dem neuen Logo des Elektrizitätswerks ging an Bürgermeister Alois Fritschi.

Jede Klasse, die am Upcycling beteiligt war, bekommt zudem 50 Euro von der Geschäftsführung des E-Werks. Stefan Einsiedler vom Energieversorger EnBW lud die Schüler außerdem ein, sich vor Ort ein Bild über ein Wasserkraftwerk zu machen. Der Einladung folgen die Schüler gerne.