Was Kinder freut, kann für Autofahrer eine Plage sein: Der Wintereinbruch am Dienstagmorgen hat einige Verkehrsunfälle auf Straßen im Raum Stockach nach sich gezogen. Gleich zwei schwerere Vorfälle ereigneten sich laut den Meldungen der Polizei in Eigeltingen. Auf der Landesstraße 440 in Richtung Eigeltingen kam ein 38 Jahre alter Autofahrer nach Auskunft der Polizei gegen 10.15 Uhr auf Höhe des Dauenbergs von der Fahrbahn ab. Laut der Mitteilung hatte er wegen Schneeglätte die Kontrolle über seinen Wagen verloren. Das Fahrzeug prallte frontal gegen einen Baum und fing Feuer. Der 38-Jährige und seine 41-jährige Beifahrerin konnten das brennende Auto zwar verlassen, allerdings wurde die Frau bei dem Unfall laut der Polizei schwer verletzt und musste vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden.

Das brennende Auto wurde von der Freiwilligen Feuerwehr Eigeltingen gelöscht, die mit zwei Fahrzeugen und 13 Einsatzkräften vor Ort war, so Feuerwehr-Pressesprecherin Regina Glatt. „Allerdings war nichts mehr zu retten“, erzählt sie. Das Fahrzeug sei „total ausgebrannt“. Wie es in der Polizeimitteilung heißt, wurde das Auto von einem Abschleppunternehmen abtransportiert. Während der Unfallaufnahme und den Löscharbeiten war die Landesstraße voll gesperrt. Den materiellen Schaden beziffert die Polizei mit mehr als 3000 Euro.

Das Auto brannte komplett aus.
Das Auto brannte komplett aus. | Bild: Feuerwehr Eigeltingen

Erst vor knapp einer Woche war es auf der Landesstraße 440 in einem ähnlichen Abschnitt zu einem Unfall gekommen. Laut Polizeiinformationen war damals ein Traktorfahrer verletzt worden, nachdem er zwischen Guggenhausen und Eigeltingen von einem Lastwagen überholt worden war. Dieser hatte zu spät bemerkt, dass der Traktorfahrer den Blinker gesetzt hatte und nach links abbiegen wollte. Bei dem folgenden Zusammenstoß wurde der Traktor in zwei Teile gerissen. Die Straße war mehr als zweieinhalb Stunden gesperrt.

Keine Verletzten gab es hingegen bei einem Unfall auf der Kreisstraße 6119 zwischen Eigeltingen und Honstetten gegen 8.30 Uhr. Laut der Polizei war auch dieser Unfall den Wetterverhältnissen geschuldet. Demnach stand ein 24-Jähriger nach dem Unfall in einer Einbuchtung am Fahrbahnrand. Eine 54 Jahre alte Autofahrerin hielt ebenfalls in der Einbuchtung an, um Erste Hilfe leisten, falls dies nötig sein sollte. Zwei weitere Autofahrer mussten daraufhin auf der Fahrbahn anhalten. Eine 26 Jahre alte Fahrerin hat laut der Polizeimeldung diese Fahrzeugkolonne übersehen. Sie fuhr auf das hinterste Auto auf und schob die Fahrzeuge ineinander. Der Schaden liegt bei etwa 30.000 Euro.

Laster stehen auf B 31neu quer

Im morgendlichen Berufsverkehr gab es nach dem Wintereinbruch massive Behinderungen auf der Bundesstraße 31neu und der Autobahn 98 bei Stockach. Laut Tatjana Deggelmann, Sprecherin des Polizeipräsidiums Konstanz, wurde die Länge des Staus in Fahrtrichtung Überlingen zeitweise mit acht Kilometern angegeben.

Nach dem Wintereinbruch am Dienstagmorgen geht auf der Autobahn 98 bei Stockach in Fahrtrichtung Überlingen zeitweise nichts mehr. Gegen 9.15 Uhr, zum Zeitpunkt dieses Fotos, geht es zumindest im langsamen Tempo wieder voran.
Nach dem Wintereinbruch am Dienstagmorgen geht auf der Autobahn 98 bei Stockach in Fahrtrichtung Überlingen zeitweise nichts mehr. Gegen 9.15 Uhr, zum Zeitpunkt dieses Fotos, geht es zumindest im langsamen Tempo wieder voran. | Bild: Freißmann, Stephan

Der Grund dafür sei zumindest ein querstehender Lastwagen auf der Bundesstraße 31neu, so Deggelmann. Schon am frühen Morgen gegen 5.30 Uhr sei ein Lastwagen auf Höhe von Ludwigshafen quer gestanden, der die Spur in Fahrtrichtung Überlingen blockiert habe. Gegen 6.45 Uhr verzeichnen die Polizeimeldungen dann einen querstehenden Lastwagen auf der Bundesstraße, der alle Fahrspuren blockiere. Die Straßenmeisterei habe gestreut, doch die Strecken seien wegen des Staus nur schwer zu erreichen, so Deggelmann.

Autos und Lastwagen standen aufgrund dieser Vorfälle bis über die Anschlussstelle Stockach-West hinaus. Laut den Informationen der Polizei seien gegen 8 Uhr Fahrzeuge über den Standstreifen an der Autobahn-Anschlussstelle Stockach-Ost abgefahren, doch auch der Standstreifen sei dann blockiert gewesen. Gegen 9.15 Uhr war die Spur in Richtung Überlingen nach wie vor voll, aber es ging langsam voran. Gegen zehn Uhr habe sich der Stau dann aufgelöst, so Deggelmann.