Das Datum steht und die Einrichtung läuft auf Hochtouren: Am 1. April 2021 geht es im Urweltmuseum in der Schlosstorkel in Bodman los. Viele Fossilien sind bereits in das historische Gemäuer eingezogen und Museums-Chef Rolf Hauff setzt sie momentan mit Hilfe der Elektrofirma Zappe ins richtige Licht. Die großen Saurier sollen gut zur Wirkung kommen.

Ein Ichthyosaurier und die Nachbildung eines Hauffiosaurus sind jeweils mehrere Meter lang und liegen bereits auf speziell angefertigten Holzpodesten. Unter den Dachschrägen im ersten Stock hängen leere Rahmen, die noch auf ihren Inhalt warten: Rekonstruktionen, die darin beleuchtet werden.

Die Dachschrägen machen die Positionierung der Lampen nicht so einfach. Von links: Gianni Mongello, Rolf Hauff, Michael Zappe.
Die Dachschrägen machen die Positionierung der Lampen nicht so einfach. Von links: Gianni Mongello, Rolf Hauff, Michael Zappe. | Bild: Löffler, Ramona

„95 Prozent der Ausstellungsstücke sind bereits da“, sagt Hauff. Er erklärt, dass momentan neben der Beleuchtung auch die Didaktik entwickelt werde. Das Museumskonzept sehe vor, dass Originale und Rekonstruktionen zu sehen sein werden. Hauff beschreibt es als „eine einmalige Gegenüberstellung“.

Die Schaukästen in der Schlosstorkel sind teilweise schon mit Fossilien bestückt, aber abgedeckt, weil noch Arbeiten laufen.
Die Schaukästen in der Schlosstorkel sind teilweise schon mit Fossilien bestückt, aber abgedeckt, weil noch Arbeiten laufen. | Bild: Löffler, Ramona

Kinder dürfen selbst Ausgrabungen machen

Auch der Eingangsbereich und Museums-Shop im Erdgeschoss sind schon vorbereitet. Zudem warten riesige Ausstellungsstücke verhüllt in der großen Halle mit der Torkelpresse darauf, an ihren Platz zu kommen. Ein kleiner Kinoraum hinten wäre schon für den Einsatz fertig. Dort sollen die Besucher an einem Touchscreen selbst wählen können, welche Art von Präsentation sie sehen möchten, erklärt Hauff.

Rolf Hauff steht in einem Hinterraum im Erdgeschoss, in dem ein Sandkasten entsteht, in dem Kinder selbst Nachbildungen von Fossilien ausgraben können.
Rolf Hauff steht in einem Hinterraum im Erdgeschoss, in dem ein Sandkasten entsteht, in dem Kinder selbst Nachbildungen von Fossilien ausgraben können. | Bild: Löffler, Ramona

Und etwas ganz Besonderes für Kinder ist schon weit fortgeschritten: In einem fast raumgroßen Sandkasten liegen die Fossiliennachbildungen, die bald bedeckt und für die Ausgrabung bereit gemacht werden. Die jungen Besucher können dann selbst Urzeitwesen freilegen und zu Forschern werden.

Und was fehlt sonst noch?

Das Personal, zum Beispiel. Die Suche werde bald beginnen, sagt Hauff. Es werde dann von den Bewerbungen abhängen, wie sich das Personal in Voll- oder Teilzeit aufteile. Was auch noch kommt, sind ein Fahnenmast außen und Stelen. Denn bisher sieht die Torkel von außen noch aus wie immer und ist noch nicht als künftiges Museum erkennbar.

Das ist der Kopf der Nachbildung eines Hauffiosaurus.
Das ist der Kopf der Nachbildung eines Hauffiosaurus. | Bild: Löffler, Ramona

Parken und Anfahrt mit dem Bus

Zur Anfahrt und der Parksituation gibt es bereits seit Längerem Gespräche. Vor Ort steht eigentlich kein Parkraum zur Verfügung und ein großes Ziel der Gemeinde ist es ohnehin, den Parksuchverkehr aus Bodman herauszuhalten. Eine Lösung mit dem öffentlichen Nahverkehr sei in Arbeit: Die Besucher sollen auf dem Weilerkapellen-Parkplatz am Ortseingang parken und von dort mit einem halbstündlich fahrenden Bus zum Museum gelangen, erklärt Hauff.

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Nur eine kleine Unsicherheit schwebt noch über allem: „Ich bin gespannt, wie die Corona-Vorgaben im April sind“, sagt Hauff. Er lasse davon aber nicht drausbringen – die Vorbereitungen laufen normal weiter. Er ist auch dankbar für alle Unterstützer und Sponsoren, da es keine staatliche Unterstützung gebe.

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