Ein Hubschrauber der Schweizer Rettungsflugwacht (Rega) wurde am Sonntagnachmittag benötigt, um einen verletzten Wanderer aus einem unwegsamen Waldstück zwischen der Marienschlucht und Bodman zu holen. Nach Angaben der Polizei wanderte der 37-jährige Mann bei der Grillhütte "Mittlere Wies" entlang des Echotales in Richtung Seeuferweg. Die Grillhütte liegt direkt am Waldweg zwischen der Vesperstube Hof Höfen und dem Bisonhof Bodenwald.

Offenbar verließ der Mann die ausgeschilderten Wanderwege und wollte durch das steile Gelände in Richtung Seeuferweg abkürzen. Dabei stürzte er 200 Meter weit ab und blieb nahe einem Bachlauf liegen. Nach einer kurzen Bewusstlosigkeit habe er per Mobiltelefon einen Notruf absetzen können. Die Höhenrettung der Feuerwehr Allensbach, der Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes sowie Beamte des Polizeireviers Stockach machten sich sofort auf die Suche nach dem 37-Jährigen.

Retter müssen Hubschrauber anfordern

Wie der Allensbacher Kommandant Hans-Christoph Köhne auf Nachfrage erläuterte, waren allein 40 Feuerwehrleute mehrere Stunden im Einsatz. Zunächst hätten die Höhenretter versucht, von unten an den schnell georteten Mann heranzukommen. Rufe und Mobilfunkkoordinaten hätten die Helfer zu ihm geführt. Dann habe man aber versucht einen Punkt zu finden, über den man ihn nach oben in Sicherheit bringen konnte. Nach einer medizinischen Erstversorgung sah man jedoch davon ab, es bestand der Verdacht auf eine Verletzung der Wirbelsäule. Wegen des schwierigen Geländes wurde ein Schweizer Rettungshubschrauber angefordert. Dessen Besatzung holte den 37-Jährigen per Seilwinde aus dem Wald. Am Seeufer bei Bodman wurde er in den Hubschrauber verlegt und in eine Spezialklinik geflogen.

Hans-Christoph Köhne spricht von einem riesengroßen Einsatzgebiet mit vielen Seitentälern. Deshalb wären Relaisstationen eingerichtet worden, um die Funkverbindung sicherzustellen.