Jetzt steht fest, wie es mit den Sportplätzen in Bodman und Ludwigshafen weitergeht: Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, den Bolzplatz beim Ludwigshafener Sportplatz in einen Winderrasenplatz umzuwandeln, um dem Bedarf für das Training gerecht zu werden. Außerdem wird es in Ludwigshafen eine Beregnungsanlage und einen Mähroboter geben.

Kämmerer Klaus Lindenmayer fasste in der Sitzung die Situation der Plätze sowie den Bedarf beim Training und die Optionen zusammen. Dabei ging es nicht nur um die Anzahl der Sportplätze in Hinblick auf den Bedarf beim Training. Auch die möglichen Einsparungen durch einen Mähroboter und Arbeitserleichterungen durch eine Beregnungsanlage waren Themen. Bei letzterer müssten keine langen, schweren Schläuche mehr über das Spielfeld getragen werden. Ein schlauchloses Feld wäre auch die Voraussetzung für den Einsatz eines Mähroboters. Dieser müsste so programmiert werden, dass er nur dann unterwegs weg, wenn keine Spiele und kein Training seien, stellte Lindenmayer dar.

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Bereits in früheren Sitzungen hatte sich beim Thema Sportplätze ein Winterrasenplatz abgezeichnet. Dies blieb bis zuletzt die favorisierte Variante. Die Kosten liegen bei 388 000 Euro für den Ausbau des Ludwigshafehner Bolzplatzes neben dem Sportplatz inklusive der Erweiterung der Flutlichtanlage. Hinzu kommen 112 000 Euro für die Anschaffung des Mähroboters, die Beregnungsanlage und eine Garage zur Unterbringung der Druckerhöhungsanlage sowie weitere Utensilien.

Für die Gesamtkosten in Höhe von 500 000 Euro könne Bodman-Ludwigshafen laut Lindenmayer 80 000 Euro Zuschuss erhalten. Somit müsste die Gemeinde 420 000 Euro selbst tragen. Die Änderungen in der Unterhaltung der Sportplätze spare rund 60 000 Euro im Jahr.

Debatte um Jugend-Angebote

Da die Skateranlage beim umzubauenden Bolzplatz wegfallen wird, war es Bürgermeister Matthias Weckbach wichtig, einen Ersatzstandort zu suchen. „Wir brauchen eine Alternative. Für die Großen gibt es nichts. Wir sollten etwas schaffen“, sagte er in Hinblick darauf, dass für jüngere Altersgruppen viele Spielplätze vorhanden sind. Das könnte in Bodman sein. Dort müsse ohnehin überlegt werden, wie das Sportgelände weiterentwickelt werden könne. Es steht auch ein Pumptrack im Raum, für den die Gemeinde bereits Geld im Investitionsplan 2020 vorgesehen hätte (siehe Kasten).

Dieser Bereich des Sportgeländes in Ludwigshafen, wo bisher auch eine Skateranlage steht, wird zu einem Winterrasenplatz umgebaut. Dies ist ein Archivbild aus dem Sommer.
Dieser Bereich des Sportgeländes in Ludwigshafen, wo bisher auch eine Skateranlage steht, wird zu einem Winterrasenplatz umgebaut. Dies ist ein Archivbild aus dem Sommer. | Bild: Löffler, Ramona

Uwe Specht (Freie Wähler) und Alessandro Ribaudo (CDU) sind über den Wegfall der Skateranlage nicht glücklich. Ribaudo betonte, dass für Kinder unter 14 Jahren Millionen investiert würden. Der Skaterplatz sollte nicht in Ludwigshafen weggenommen und nach Bodman verlegt werden. „Wir bräuchten für die Altersgruppe in beiden Ortsteilen etwas“, fügte Ribaudo außerdem hinzu.

„Mich erschrecken die 388 000 Euro. Ich frage mich, ob wir mit 150 000 Euro mehr einen vernünftigen dritten Sportplatz hätten“, sagte Alwin Honstetter (CDU). Er hatte Bedenken, dass mit dem Umbau zum Winterrasenplatz Geld in den Sand gesetzt werde. Lindenmayer hakte aber direkt ein, dass die Option da sei, später noch einen vollwertigen Platz zu schaffen. Er wies auch darauf hin, wie lange die in den 1970ern gebauten Spielplätze bereits existieren, obwohl seit ihrer Anlegung kaum etwas daran gemacht worden sei.

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„Es ist nicht die beste, aber friedlichste Entscheidung“, fasste Weckbach schließlich zusammen. Der Gemeinderat fasste seinen Beschluss schließlich bei einer Enthaltung. Vorerst erhält aber nur der Sportplatz in Ludwigshafen die Beregnungsanlage und den Mähroboter. Für Bodman sollen die Erfahrungen in Ludwigshafen abgewartet werden.