Gute Nachrichten für Betroffene von Schlaganfall, Multipler Sklerose, Demenz, Hirntumor oder Schmerz: Die Kliniken Schmieder haben mit Christoph Stippich einen erfahrenen Neuroradiologen eingestellt, der künftig auch eine ambulante Sprechstunde einrichten möchte. Paul-Georg Friedrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Kliniken Schmieder, freut sich über den neuen Ärztlichen Direktor: „Professor Stippich ist einer der Top-Radiologen in Europa. Seine langjährige Erfahrung soll nicht nur unseren stationären Patienten zugute kommen, sondern auch anderen Erkrankten in der gesamten Bodenseeregion und darüber hinaus.“

Erste eigene Neuroradiologie

Bisher gab es am Bodensee keine Klinik mit einer eigenen Neuroradiologie. Die Kliniken Schmieder strukturierten nun um und schufen die Abteilung Neuroradiologie und Radiologie, deren Leitung Christoph Stippich seit Anfang Oktober innehat. Dabei geht es beim Zusatz „Neuro“ um Gehirn, Rückenmark und Nerven. „In einem normalen Krankenhaus betreffen rund 40 Prozent aller Untersuchungen mit einem Magnetresonanztomographen (MRT) die Neuroradiologie“, sagt der 53-jährige Professor und ergänzt: „Dafür braucht es ein fundiertes Expertenwissen, um auch schwierige Diagnosen stellen zu können.“

Das Eingangsportal der Kliniken Schmieder: Sie zählen europaweit zu Experten auf dem Gebiet der Neurologie.
Das Eingangsportal der Kliniken Schmieder: Sie zählen europaweit zu Experten auf dem Gebiet der Neurologie. | Bild: Scherrer, Aurelia

Bedarf an Spezialerfahrung

Er selbst bringe über 20 Jahre Spezialerfahrung mit, die er nun der ganzen Region zugute kommen lassen möchte. „Dafür gibt es einen echten Bedarf“, so Stippich, „und knifflige Fälle sind mein Ding.“ Seine Vision ist es, sich in einer Privatsprechstunde Zeit für ambulante Patienten zu nehmen und ihnen selbst die Bilder zu erklären, auf denen ihre Erkrankung zu erkennen ist.

Beruflich früh geprägt

Um diese Bilder zu erhalten, durchleuchten Christoph Stippich und sein Team die Patienten mit einem modernen Computertomographen (Röntgenstrahlung) oder einem Magnetresonanztomographen (mit Magnetfeldern und Radiowellen). Dass er beruflich einmal in diese Richtung gehen würde, deutete sich früh an: „Ich komme aus einer Technikerfamilie und habe früher viel geschraubt und gebastelt“, erzählt der Professor. Trotz seiner Affinität zur Physik entschied er sich dann doch für die Medizin, weil er davor den größeren Respekt hatte. Während des Studiums interessierten ihn besonders die Neurowissenschaften: „Ich wollte wissen, wie das Gehirn arbeitet und funktioniert“, sagt Stippich. Da er gleichzeitig leidenschaftlich gern fotografiert, war die Fachrichtung Radiologie mit ihrem bildgebenden Verfahren die logische Konsequenz. Sein technisches Verständnis hilft ihm auch bei praxisbezogener Forschung.

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Wie das Hirn unser Tun steuert

So schaute Christoph Stippich per MRT dem Gehirn beim Arbeiten zu. „Herauszufinden, in welchen Arealen Sprache, Gedächtnis und Bewegung gesteuert werden, war in den 90er-Jahren revolutionär“, so Stippich. Er trug mit seiner Forschung laut Kliniken Schmieder zudem wesentlich dazu bei, dass Hirntumoren möglichst umfassend operiert werden können, ohne dass wichtige Funktionen wie Sprache oder Motorik dabei verloren gehen. Auch heute noch untersucht er die Funktionen unserer Schaltzentrale. „An meinem neuen Arbeitsplatz verspreche ich mir Neues zu erfahren, wie das Gehirn arbeitet, wenn ein Teil beschädigt wurde, etwa durch einen Schlaganfall“, erläutert der Ärztliche Direktor. „Dass die Kliniken Schmieder das ganze Spektrum vom Akutfall über die Rehabilitation bis zur Entlassung anbieten, finde ich deshalb besonders spannend. Das gibt es in Unikliniken nicht.“

Vor 25 Jahren Allensbach entdeckt

Dies sei für den 53-Jährigen ein Grund gewesen, sich für diese Stelle zu entscheiden. Kurze Wege und ein persönliches Umfeld, eine sehr gute technische Ausstattung und die Möglichkeit zu forschen seien ebenfalls ausschlaggebend gewesen. Und natürlich die attraktive Region: „Ich bin schon vor 25 Jahren auf dem Weg in die Ostschweiz hier vorbeigefahren und mir gefiel Allensbach“, so Stippich. Deshalb wird seine Familie im Frühjahr nachziehen. Er selbst kann seinen Hobbys am Bodensee bestens nachkommen: Wandern, Radfahren, Tennis und Fotografieren. Genügend schöne Motive sollten hier zu finden sein.

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