Recht weit reichende Ziele bei der Reduktion des Kohlendioxid-Ausstoßes hat sich die Gemeinde Allensbach schon vor rund 15 Jahren gesetzt. Der Lokale-Agenda-Arbeitskreis (AK) „Energie, Ressourcen, Klimaschutz“ trug dazu einiges bei – und macht nun weitere Vorschläge.

Photovoltaik auf dem Wall

Zum einen könnte auf dem Lärmschutzwall an der B 33 westlich von Allensbach eine Photovoltaikanlage (PV) installiert werden. Dafür wäre die Gründung eines Bürger-Energie-Projekts möglich. Zudem schlägt der AK die Schaffung von vier weiteren Standorten fürs E-Carsharing vor. Und ein Klimarat könnte gegründet werden. Nach einer Vorbesprechung im Haupt- und Finanzausschuss sowie mit Mitgliedern des Jugendbeirats und des Gemeinderats hat der Rat dies jetzt alles gut geheißen.

Photovoltaikanlage mit Wolkenkamera auf einem Parkhaus am Stuttgarter Flughafen.
Photovoltaikanlage mit Wolkenkamera auf einem Parkhaus am Stuttgarter Flughafen. | Bild: Christoph Schmidt/dpa

Zur PV-Anlage auf dem Lärmschutzwall meinte Bürgermeister Stefan Friedrich: „Das bietet sich an.“ Doch es gebe noch Fragen zu klären – etwa wie hoch die Anlage sei und ob dadurch Autofahrer geblendet werden könnten. Letzteres soll ein Gutachten klären, das die Gemeinde für rund 4000 Euro erstellen lässt.

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Fürs E-Carsharing schlägt der AK Standorte beim Friedhof, in der Alemannenstraße, an der Ecke Kapplerbergstraße/Sankt-Anna-Gasse sowie beim Kloster Hegne vor. Es sollte jeweils zwei Lademöglichkeiten geben, eine fürs Carsharing und die zweite für andere E-Autofahrer.

Welche Parkplätze genau dafür verwendet werden, müsse noch geklärt werden, so der Bürgermeister. Die Gemeinde könne den Stromanschluss stellen, den Rest müsste ein Stromanbieter übernehmen.

Auch Jugendbeirat soll vertreten sein

Zum Thema Klimarat meinte Friedrich: „Wir haben gesehen, dass dies durchaus sinnvoll ist.“ Er soll gebildet werden aus Vertretern des Gemeinderats, des Jugendbeirats und des Agenda-AKs sowie auch sonstigen engagierten Bürgern. „Wir wollen da ein Stück weit offen sein“, so Friedrich.

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Der Bürgermeister schlug vor, dass sich der Klimarat viermal pro Jahr trifft. Die erste Sitzung könnte bereits am 8. Dezember sein, sofern Corona es zulässt, oder am 19. Januar 2021.

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