Aktuell ist sie eine der am stärksten befahrenen Straßen in Friedrichshafen. Direkt neben der Friedrichstraße kommen sich derweil Fußgänger und Radfahrer regelmäßig in die Quere. Von einer Einbahnstraßenregelung bis hin zur kompletten Sperrung für den motorisierten Individualverkehr waren in den vergangenen Jahren bereits etliche Ideen für die Zukunft der Friedrichstraße im Gespräch.

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Das sagen die Parteien und Wählervereinigungen:

CDU: Die Parkhäuser müssen weiterhin problemlos erreichbar sein, sonst stirbt unsere Altstadt. Eine Sperrung der Friedrichstraße für den Autoverkehr kommt für uns nicht in Betracht. Der Fuß- und Radweg an der Südseite ist stark überlastet. Hier wäre eine Entflechtung wünschenswert. Die Radfahrer einfach auf die Friedrichstraße zu schicken, wie es die Verwaltung favorisiert, lehnen wir aus Sicherheitsgründen ab. Radelnde Familien mit Kindern und über 900 Busse am Tag vertragen sich nicht im gleichen Straßenraum.

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Freie Wähler: Wir sind für breite und getrennte Fahrrad- und Fußwege. Zudem sollte der Verkehr auf den ÖPNV und die Ein- und Ausfahrt in die Parkhäuser reduziert werden, was bedeutet, dass es keinen Ost-West-Durchgangsverkehr mehr gäbe. Die Friedrichstraße soll Aufenthaltsqualität bekommen und damit für die Menschen zum Anziehungspunkt und vielleicht auch zur Flaniermeile werden. Dazu gehört auch eine attraktive Gestaltung mit viel Grün am Bahnhofsvorplatz, auch dort mit Aufenthaltsqualität.

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SPD: Wir gehen davon aus, dass der Autoverkehr gegenüber dem Stand heute erheblich abnimmt. Er wird in Zukunft im Wesentlichen bestimmt vom Rad- und Fußverkehr sowie vom Verkehr zu den Parkhäusern und zum Stadtbahnhof mit dem Zentralen Omnisbus-Bahnhof. Dafür wollen wir breite Radwege auf beiden Straßenseiten und eine Trennung der Fuß- und Radwege. Damit sind die Rahmenbedingungen gegeben, um einen attraktiven Boulevard zu gestalten.

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Grüne: Für Bus- oder Bahn-Reisende stellt die Friedrichstraße den direkten Weg vom Stadtbahnhof in die Innenstadt dar. Aktuell wird sie dieser Rolle aber nicht im Ansatz gerecht. Wir setzen uns daher dafür ein, die Friedrichstraße wieder zu einer attraktiven Flaniermeile zu machen. Bei der Umgestaltung muss dem Fuß- und Radverkehr folglich deutlich mehr Raum gegeben werden. Das Aufkommen des motorisierten Individualverkehrs muss dort deutlich reduziert werden, der Durchgangsverkehr sollte gänzlich unterbunden werden.

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FDP: Damit die Innenstadt und die Parkhäuser über die Friedrichstraße gut erreichbar bleiben, favorisieren wir eine Einbahnstraßen-Lösung, in die auch die Charlottenstraße und in Verlängerung die Eugenstraße einbezogen werden. Dann kann jeweils eine Spur zugunsten von Fußgängern und Radfahrern entfallen. Die Sperrung der Friedrichstraße, wie wir sie gerade erleben, lehnen wir ab.

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ÖDP: Die Friedrichstraße sollte wieder ein Ort werden, auf dem sich die Bürger wohl fühlen: Mit Einkaufsmöglichkeiten, Ruhezonen, Cafés und Ähnlichem. Dazu muss sie auf jeden Fall weitestgehend vom motorisierten Individualverkehr befreit werden. Welche Variante dann konkret umgesetzt werden kann, müssen weitere Untersuchungen und Diskussionen zeigen. Auch eine Einbahnregelung in Kombination mit der Charlottenstraße könnte für uns in Frage kommen.

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Die Linke: Die Friedrichstraße sollte zu einer Straße werden, die verbindet und nicht trennt. Dies kommt auch den Geschäften zu Gute. Die bloße Einrichtung einer Fußgängerzone ohne ein schlüssiges Verkehrskonzept wird nicht funktionieren und nicht akzeptiert werden. Der mit der Fertigstellung der B 31 reduzierte Transitverkehr bietet die Chance, eine direkte Verbindung von Uferpark und Bahnhof zu schaffen. Sinnvoller erscheint uns eine Gestaltung zu einem gemeinsam genutzten Verkehrsbereich, in dem Fußgänger Vorrang haben.

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Netzwerk für Friedrichshafen: Die Zukunft der Friedrichstraße muss gesamthaft geplant werden. In der Friedrichstraße reichen zwei Spuren für den motorisierten Verkehr, damit gewinnen wir Raum für den schönsten und sichersten Radweg in Friedrichshafen. Dadurch wird der jetzige gemeinsame Fuß- und Radweg zur Flaniermöglichkeit mit Bänken. Wir sind gegen Durchfahrtsbeschränkungen etwa bis zum Orion-Hochhaus. Und wir beobachten mit Sorge die zunehmenden Ein- und Ausfahrten von Tiefgaragen auf die Friedrichstraße.

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