• Michael Widlowski-Küfer, Restaurant am Pulvertürmle: „In den letzten Wochen hat es bei uns eine riesige Stornierungswelle gegeben, weil viele Menschen verunsichert sind. Deswegen hatte ich sowieso überlegt, das Restaurant im November zu schließen, weil es sich finanziell nicht mehr gelohnt hätte. Dabei ist der Winter bei uns eigentlich die umsatzstärkste Zeit. Das Bauchweh durch die Schließung ist groß. Denn nicht nur die Mitarbeiter müssen wieder in Kurzarbeit, auch ich bekomme als Selbstständiger dann kein Gehalt. Aber auch ich muss die Familie und die vier Kinder versorgen. Die Reserven sind fast aufgebraucht. Unsere Zukunft ist ungewiss.“
Michael Widlowski-Küfer.
Michael Widlowski-Küfer. | Bild: Rüdiger Fein
  • Domenico Wittkopf, Gasthaus Ott: „Was sollen wir machen? Wir werden im November schließen. Ein Abholservice lohnt sich für uns nicht. Überrascht war ich von dem Beschluss nicht. Es hat sich ja angekündigt, dass es wieder so weit kommt. Ich hoffe nur, dass die vom Staat versprochenen Hilfen schnell eintreffen werden, sonst werden es einige nicht überleben. Aber das Ott überlebt das, da bin ich mir sicher.“
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Domenico Wittkopf.
Domenico Wittkopf. | Bild: Jennifer Moog
  • Klaus Fehrenbach, Kaffeehaus Villa: „Als ich erfahren habe, dass wir wieder schließen müssen, war ich geschockt. Damit habe ich nicht gerechnet. Wir werden die Zeit nutzen, um den Keller auszuräumen. Existenzgefährdend ist diese Maßnahme für uns noch nicht. Noch einmal darf es aber nicht zu einer vollständigen Schließung kommen. Dass die Infektionskurve fällt, wollen wir alle, deshalb kann ich die Maßnahme verstehen. Schade finde ich es, dass der Eigentümer des Hauses uns in dieser schwierigen Zeit nicht entgegen kommt.“
Klaus Fehrenbach.
Klaus Fehrenbach. | Bild: Hans-Juergen Goetz
  • Giuliana Medde, Lorettohöhe: „Es ist wichtig, dass die Leute jetzt vernünftig bleiben, damit wir die Pandemie überstehen. Auch wenn wir schließen müssen, werden wir im November zu den regulären Öffnungszeiten einen Abholservice anbieten. Wir hoffen auf die Unterstützung unserer Kunden. Sonst sind wir auf staatliche Hilfe angewiesen.“
Giuliana Medde.
Giuliana Medde. | Bild: Jennifer Moog
  • Hans-Peter Hildebrand, Café Hildebrand: „Die momentane Lage ist schwierig. Aber gegen die Schließung können wir nichts tun. Dabei spielt die Gastronomie bei der Verbreitung des Corona-Virus eine geringe Rolle. Anders ist das vielleicht in Bars in Großstädten, wo die Abstände nicht eingehalten werden. Das alles beunruhigt mich sehr. Das Personal wird erst einmal den Urlaub aufbrauchen und dann in Kurzarbeit gehen müssen. Ich versuche, meine Mitarbeiter zu halten, aber auch das geht nur eine gewisse Zeit lang. Denn dieses Jahr haben wir deutlich weniger Umsatz gemacht, weil nur ein Drittel der Sitzplatz-Kapazität zur Verfügung stand.“

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