Das Steppach-Benefiz-Fest war ein großer Erfolg. Mit der Sonne und dem Eintriffen der ersten Gäste gleich zu Beginn schmolzen am Samstag alle Bedenken dahin, die man als Organisator solch eines Festes haben kann, wenn es zum ersten Mal veranstaltet wird. Vor allem, wenn es auch darum geht, eine ansehnliche Summe für einen guten Zweck einzunehmen. Sogar weggezogene ehemalige Steppacher ließen es sich nicht nehmen, extra für dieses Fest nach Villingen zu kommen.

Initiator Martin Weidinger und ein 40-köpfiges Team wuppten mit großem persönlichem Einsatz das von allen Seiten hoch gelobte Fest. "20 Leute einschließlich meiner Familie waren von der Meckergilde und 20 Helfer hatten sich über Facebook gemeldet", berichtet Weidinger. Der Erfolg ist ein Werk vieler Mitwirkender und Sponsoren. Alle Helfer, wie auch die vier Live-Bands, die VS Eventtechnik, der Zauberkünstler Mathias Funke und natürlich Dieter Sirringhaus mit seinem Kasperltheater traten ohne Gage auf beziehungsweise arbeiteten ehrenamtlich.

Mit Spannung wurden die Zauberkunststücke von Mathias Funke verfolgt
Mit Spannung wurden die Zauberkunststücke von Mathias Funke verfolgt | Bild: Sabine Naiemie

Von Anfang an strömten die Besucher auf den Platz im Lämmlisgrund, der dann bereits bei der Andacht zu Beginn des Festes voll war. Die Gäste erwartete eine tolle Überraschung, thronte dort oben doch das allen aus ihrer Jugendzeit bekannte blaue Zirkuszelt, welches im Besitz der Zirkusfamilie Weisheit ist. "Dieses Zelt musste sein", sagt Weidinger. Es habe früher im Steppach gestanden, später im Freizeitpark in der Obereschacher Straße, die Disco Lollipop habe darin stattgefunden, das Ferienprogramm und sogar schon das Jazz-Festival. Jeder erkannte es gleich wieder.

Daneben war an allen Ecken und Enden ein großes Hallo zu hören. Viele hatten sich 30 oder 40 Jahre lang nicht gesehen und frischten alte Freundschaften auf. Die Atmosphäre war so familiär, wie bei einem Grillfest zu Hause im Garten. "Es ist großartig, vier Generationen sind hier vertreten", freute sich Martin Weidinger. "Es sind Leute dabei, die waren für mich Vorbilder als ich jung war." Für ihn und die Mitorganisatoren hagelte es geradezu Lob von allen Seiten für diesen Tag.

Madelaine, 11, aus Oberndorf düst gekonnt durch den Segway-Parcour
Madelaine, 11, aus Oberndorf düst gekonnt durch den Segway-Parcour | Bild: Sabine Naiemi
Ein Geschicklichkeitsspiel mit einem richtigen Bagger und damit im Sand buddeln machen Groß und Klein Spaß, die Einnahmen aus den Baggerspielen sind Teil der Spende an die Frühchen-Station im Schwarzwald-Baar-Klinikum
Ein Geschicklichkeitsspiel mit einem richtigen Bagger und damit im Sand buddeln machen Groß und Klein Spaß, die Einnahmen aus den Baggerspielen sind Teil der Spende an die Frühchen-Station im Schwarzwald-Baar-Klinikum | Bild: Sabine Naiemi

Die Gäste genossen das üppige Begleitprogramm bis in die tiefe Nacht hinein, Weidinger musste mehrere Male Verpflegung nachordern und die Villinger Schalmeien steuerten spontan ein paar Musikstücke bei und ebenso spontan verkündete Weidinger schließlich, dass am Sonntagmorgen vor dem Abbau noch ein kurzer Frühschoppen eingeschoben wird.