Ein Blasorchester im 70er-Jahre-Look, ein Publikum, das in alten Zeiten schwelgt und jede Menge Schlagermelodien mit Papi‘s Pumpels – der Musikverein Frohsinn Tennenbronn drehte beim Kilbefest mit seiner Schlagerparty in der ausverkauften Festhalle das Rad der Zeit musikalisch weit zurück, als Schlaghosen modern waren und Toast Hawaii als leckerer Snack auf keiner Party fehlen durfte.

Die Besucher haben sich dem Anlass entsprechend in Schale geworfen.
Die Besucher haben sich dem Anlass entsprechend in Schale geworfen. | Bild: Sprich, Roland

Der Musikverein Frohsinn alias „Die Schlag(er)hosen“ trieb den Stimmungspegel mit Schlagern im Blasmusiksound bereits ordentlich in die Höhe. Der Funke sprang vom ersten Augenblick an auf die Zuschauer über, die zum großen Teil in der Klamottenkiste gewühlt haben, um sich in die alten Modesünden zu werfen.

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So gesehen hatten es Papi‘s Pumpels leicht, die gute Stimmung fortzuführen und noch ein paar Stufen zu steigern. Das schafften die Pumpels mühelos mit ihrem Repertoire. Die Combo feierte in Tennenbronn gleichzeitig ihren Saisonabschluss – was Frontmann „Papi“ und seine Jungs selbst zum Anlass nahmen, aus ihrem Konzert eine große Party zu machen. Die Pumpels wiederum waren von der Festhalle sehr angetan. „Das ist ja unglaublich, dass es heute noch solche Hallen mit 70er-Jahre-Charme gibt. Ihr dürft diese Halle auf keinen Fall abreißen“, forderte der Papi eindringlich.

Die „Schlag(er)hosen“ nennen sich die Musiker des MV Frohsinn bei ihrem Auftritt als Vorgruppe zum Papi‘s Pumpels-Konzert. Im 70er Jahre-Outfit heizen sie dem Publikum in der Festhalle kräftig ein.
Die „Schlag(er)hosen“ nennen sich die Musiker des MV Frohsinn bei ihrem Auftritt als Vorgruppe zum Papi‘s Pumpels-Konzert. Im 70er Jahre-Outfit heizen sie dem Publikum in der Festhalle kräftig ein. | Bild: Sprich, Roland

Papi‘s Pumpels lieferten in Tennenbronn eine mehr als dreistündige Schlagershow ab, bei der treue Hitparaden-Fernsehzuschauer in die Vergangenheit katapultiert wurden. Textsicher feierten die Zuhörer vor der Bühne zur Musik der Combo eine ausgelassene Party. Ob „Tür an Tür mit Alice“, „Mendosino“ oder „Fang das Licht“, das in Erinnerung an den kürzlich verstorbenen Karel Gott in Moll erklang, bevor es mit Udo Jürgens zwar niemals bis New York ging, aber immerhin für einen Schluck griechischen Wein reichte, klangen die 70er-Jahre-Hits bis in den frühen Sonntagmorgen.