An der Abbruchkante des Parkplatzes beim früheren Gasthaus „Schilteckhof“ arbeitet seit Montag ein Schreitbagger. Eine Baufirma sei dabei, „die Hangsicherung oberhalb des Thomas-Philipps-Marktes am Ausgangspunkt der Katastrophe zu erledigen“, berichtet der Marktleiter Christoph Moosmann.

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Die Stadtverwaltung dies nun auch bestätigt: In den vergangenen Tagen habe ein Fachingenieur für Geologie die Abbruchkante im Bereich Schilteck erneut begutachtet, so Stadtsprecherin Susanne Gorgs-Mager: „Aufgrund des vorhandenen instabilen Materials der Auffüllung und der bislang nicht modellierten Abbruchkante wird eine konkrete Gefahr für einen weiteren Hangrutsch konstatiert.“ Der Geologe habe der Stadtverwaltung „ans Herz gelegt, tätig zu werden, weil der Hang weiter instabil ist“, so Fachbereichsleiter Matthias Rehfuß auf Nachfrage.

„Zu 90 Prozent sicher“

Die Verwaltung habe deshalb eine Sofortmaßnahme gemäß Polizeigesetz zur Gefahrenabwehr veranlasst. „Wir haben eine Firma damit beauftragt, in den kommenden Tagen die Hangabbruchkante mit einem Schreitbagger abzutragen. Das Ganze geschieht unter Aufsicht eines Geologen.“ Das Material von der Abbruchkante werde im unteren Hangbereich wieder eingebaut. Das spare viel Geld, so Rehfuß, weil man das Material nicht abtransportieren müsse.

Weiter wird neben der bereits gebauten Drainage in der Wiese eine Rohrleitung verlegt. Diese soll das Hangwasser in die vom geologischen Landesamt vorgesehene Klinge ableiten. So spare man die täglichen Kontrollen durch Bauhofleiter Steffen Auber, erläutert Rehfuß. Der Hang sei nach der Maßnahme „zu 90 Prozent sicher“. Ein Wermutstropfen: Der bisherige Parkplatz beim ehemaligen Gasthaus „Schilteckhof“ verschwindet.

Eigentümer soll zahlen

Das Hangsicherungsprojekt sei mit allen Beteiligten abgesprochen, betont Rehfuß. Die Kosten von etwa 40 000 Euro übernehme vorerst die Stadt. „Wir werden aber später auf die Eigentümer zukommen. Die Stadt wird nicht auf den Kosten sitzen bleiben.“ Ende Januar war nach langen Regenfällen ein großer Erdrutsch vom Parkplatz des „Schilteckhofs“ gekommen. Mehrere tausend Tonnen Erde, Steine, Schlamm und Geröll bedecken seither den Parkplatz des Thomas Philipps-Marktes in Schramberg.