Mit denkbar knapper Mehrheit von zwölf zu zehn Stimmen stimmte der Rat dem 65.000 Euro teuren Projekt zu. In wenigen Wochen sollen die Module eintreffen und aufgebaut werden. Das Gebäude, das mindestens zehn Jahre stehen bleiben wird, werde mit Dachbegrünung „auf dem Stand der Technik“ sein, so Fachbereichsleiter Rudolf Mager.

In der Diskussion bezweifelte Udo Neudeck (Freie Liste) die Notwendigkeit bei einem Provisorium aus angesichts der Haushaltslage so viel Geld aufzuwenden. Für die CDU kündigte Clemens Maurer unterschiedliche Ansichten an. Er werde die Dachbegrünung ablehnen. Bernd Richter (ÖDP) vermutete, dass das Provisorium eher 20 als zehn Jahre stehen werde. Im „heißen Talkessel“ sei das grüne Dach sinnvoll.

Reinhard Günter (SPD/Buntspecht) bemängelte, dass bei ökologischen Projekten immer das fehlende Geld als Argument herhalten müsse. Thomas Brantner (CDU) erwartet, dass das Klima in den Räumen mit Dachbegrünung besser werde. Für Johannes Grimm (Aktive Bürger) spricht die schönere Draufsicht für die Investition. Emil Rode bezweifelte, dass eine extensive Dachbegrünung wirklich Vorteile gegenüber einem Kiesdach habe. Für Jürgen Winter ist das bessere Raumklima ausschlaggebend. Gefragt, ob denn eine Photovoltaikanlage möglich wäre, entgegnete Mager, Dachbegrünung und PV-Anlage seien zusammen sehr effizient. Bei der Berneckschule klappe es wegen des Zeitdrucks nicht mehr.

Oskar Rapp (Freie Liste) mahnte, die Stadt solle erst ihre Pflichtaufgaben erfüllen. Schulleiter Karsten Krawzcyk bat um Zustimmung, da es um das Gebäude kaum noch Grünfläche geben werde. „Die Räume heizen sich sonst auf.“ Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr stimmte für die Dachbegrünung. Bei Stimmengleichheit, wäre der Antrag abgelehnt gewesen.