Neun Stadträte votierten bei der Abstimmung dafür, sieben sprachen sich dagegen aus und fünf enthielten sich der Stimme.

Martin Lauble lehnt Diskriminierung ab

Martin Lauble (CDU) wollte sich mit dem Antrag, den Rudolf Gwinner (FDP/FW) ausführlich erläutert hatte, und der Initiative Motorradlärm gar nicht anfreunden. „Weil sich einige wenige nicht an gesetzliche Vorgaben halten, soll die gesamte Gruppe der Motorradfahrer diskriminiert werden.

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Das lehne ich ab“, meinte Lauble. Er frage sich, warum sich die Initiative ausschließlich auf die Motorradfahrer stürze und nicht unter der Bezeichnung „Initiative Fahrzeuglärm“ alle Fahrzeugkategorien aufs Korn nehme, wenn es um Lärmbelastung gehe.

Link hat Zulassungsregeln im Auge

Bürgermeister Tobias Link argumentierte mit Blick auf den Forderungskatalog der Initiative, dass dieser in erster Linie auf die Überarbeitung der Genehmigungs- und Zulassungsregeln abziele, die niedrigere Lärmgrenzwerte für Motorräder mit sich bringen. Auch FDP/FW-Sprecherin Andrea Burger haute in diese Kerbe und betonte erneut, dass ihre Fraktion zwar den Beitritt zur Initiative Motorradlärm zwar befürworte und beantragt habe, Streckensperrungen und Fahrverbote aber nicht befürworte.

Verkehrsminister an der Spitze der Inititiative

Der Startschuss für die gemeinsame Initiative Motorradlärm von Land und Kommunen fiel am 29. Juli 2019, initiiert wurde sie vom Lärmschutzbeauftragten Thomas Marwein und der Bürgermeisterin von Sasbachbachwalden, Sonja Schuchter. Stand 31. Juli 2020 zählte die Initiative 124 Mitglieder, davon 115 Städte und Gemeinden sowie neun Landkreise. Mit einem unter Federführung des Verkehrsministeriums erarbeiteten Forderungskatalog tritt die Initiative, an deren Spitze sich Landesverkehrsminister Winfried Hermann gesetzt hat, an politische Entscheidungsträger heran, um gegen Motorradlärm zu sensibilisieren.

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