Riesengroße, farbige Leinwände, Bilder mit strukturierten Formen, Meisterwerke, die durch ihre Gesetzlichkeit und Harmonie den Blick auf sich ziehen, erwarteten den Besucher in der Vernissage der Ausstellung „Erdmut Branke – wieder sehen“ am sonnigen Sonntagvormittag im Kunstraum Königsfeld. Zahlreiche Kunstinteressierte fanden ihren Weg in den Kunstraum Königsfeld.

Wichtigkeit des Kunstraumes

Manfred Molicki, Vorsitzender des Königsfelder Kunstvereins, betonte in seiner Begrüßung die gesellschaftliche Wichtigkeit des Kunstraumes, welcher nun seit fünf Jahren erfolgreich existiert und jetzt die 35. Ausstellung eröffnet. Der Kunstraum sei, so Molicki, in den vergangenen Jahren zu einem Begegnungszentrum gegen den Stress des Alltags geworden.

Bedeutende Stimme der Kunstwelt

Die in Königsfeld groß gewordene Künstlerin Erdmut Branke lebte von 1940 bis 2002. Die ehemalige Gastprofessorin an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, habe gerne experimentiert und verschiedene Techniken, Materialen und Vorgehensweisen ausprobiert, sagte Dieter Mauch, stellvertretender Vorsitzender des Kunstvereins, in seinen Einleitungsworten. Die prachtvollen Leinwände habe sie zum Beispiel von der Rückseite bemalt. Die Künstlerin sei in den 70er und 80er Jahren eine gewichtige Stimme der damaligen Kunstwelt gewesen.

Ausstellung zeigt Lebenswerk

Die Ausstellung präsentiert alle fünf Werkgruppen der im Königsfelder Gottesacker beerdigten Künstlerin auf beiden Etagen des Kunstraumes und stellt ihr gesamtes Lebenswerk dar. Die Kunstschau ist eine Leihgabe der Staatsgalerie Stuttgart und wurde vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg großzügig gefördert. Sie ist bis zum 20. Oktober diesen Jahres zu besichtigen und wird von mehreren Rahmenprogrammen begleitet werden.

Weitere Informationen zu der Ausstellung gibt es auf der Homepage www.kunstkultur-koenigsfeld.de