Über 100 Gäste kamen zur Ausstellungseröffnung von Zeljko Rusic in den Kunstraum Königsfeld. Mit seiner Ausstellung "Sichtbar – Unsichtbar" zeigt der Künstler einmal mehr wie vielseitig und vielschichtig seine Arbeiten sind.

Die vorwiegend aus heimischen Hölzern und zum Teil aus Metall gefertigten Skulpturen wurden von Zeljko Rusic mit der Kettensäge, mal gröber, aber auch äußerst filigran in Form gebracht. Der Künstler Zeljko Rusic beschäftigt sich sehr mit dem Leben und den Menschen, daher taucht in allen Arbeiten der Mensch als Figur auf.

Mal klitzeklein, aber auch überlebensgroß. Gerade diese menschlichen Figuren laden dazu ein näher zu treten und nicht nur einen ersten Blick zu riskieren, sondern auch einen zweiten und dritten. Dabei belässt der Künstler das Holz durchweg in seiner natürlichen Struktur, betont aber ausgewählte Stellen mal kräftig dunkel oder auch weißlich. Zeljko Rusic selbst gibt seinen Werken keine Namen und lässt alle Deutungen offen. Die Betrachter sollen sich mit dem Werk beschäftigen und selbst ihre Fantasie entdecken.

An jedem der rund 20 Exponate stehen daher größere Gruppen an Besucher. Der Verein Kunstkultur Königsfeld hat mit seinen fleißigen Mitgliedern diese Ausstellung des begabten Künstlers ermöglicht. Vorsitzender Manfred Molicki findet in seiner Begrüßungsrede ausschließlich lobende Worte über den Bildhauer.

Seit Jahren ist er mit ihm befreundet und konnte dadurch auch den Werdegang seiner künstlerischen Ausdrucksformen verfolgen. "Seine Kunstwerke sind in der Regel aus einem Stück gefertigt, dies ist an sich schon eine Herausforderung für jeden Künstler." Dass diese Werke dann auch noch mit der Kettensäge bearbeitet wurden, provoziere beim Betrachter fast ungläubiges Staunen. Für ihn sei Zeljko Rusic einer der ganz großen Künstler und man könne sehr stolz darauf sein, solch einen Künstler in Königsfeld zu haben. Zeljko Rusic wurde 1967 in Kroatien geboren, lebt und arbeitet jedoch bereits seit 1991 in Königsfeld. In seinem Atelier, einem Holzblockhaus im Wald, entstehen seine Werke.
 

Die Ausstellung ist noch bis zum 6. November 2016 im Kunstraum Königsfeld, Gartenstraße 1, zu sehen. Öffnungszeiten sind immer samstags und sonntags von 15 bis 17 Uhr und natürlich auf Anfrage.