Acht Wochen ist es her, da waren die letzten Bauarbeiten an der alten Schule in Behla beendet. Entstanden war einen neue und moderne Kindertageseinrichtung, die sich auch sofort an die Arbeit machte. Nun ist einige Zeit verstrichen und die Leiterin der Kita, Sabrina Haberland, sieht eine positive Bilanz der Anfangszeit: „Jetzt sind wir hier richtig angekommen. Nachdem wir eine Struktur aufgebaut und etabliert haben, geht es jetzt daran zu optimieren.“ Dabei sei man offen und freue sich über Anregungen der Eltern. „Sie können gerne auf uns zukommen, eine Rückmeldung ist uns wichtig“, betont Haberland.

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Elternbeirat ist bereits aktiv

Dass sich die Eltern einbringen, daran hat sie keinen Zweifel. Hat sich doch auch schon ein Elternbeirat aufgestellt: „Unser Wunsch war es, sechs Beiräte zu bekommen, jetzt haben wir acht plus jene aus der Krippe.“ Motivierte Eltern seien wichtig. Aktuell laufe seitens der Beiräte eine Abfrage, ob man zukünftig auch einen Kleiderbasar veranstalten solle. Auch ein erster Waldtag habe schon stattgefunden.

Der Umzug als Teambildung

Mit dem Ablauf des Umzugs ist Haberland ebenfalls zufrieden: „Der Umzug war die beste Teambildungsmaßnahme, die man haben kann. Wir haben alles erlebt, von himmelhoch jauchzenden Höhen, bis hin zur Betrübung,“ so Haberland. Auch wenn in der Woche vor der offiziellen Eröffnung noch sehr viel zu machen gewesen sei. Schlußendlich habe alles funktioniert: „Für acht Wochen haben wir bis jetzt unglaublich viel erreicht. Natürlich hatten wir auch hoch gesteckte Ziele. Daran müssen wir uns auch selbst immer erinnern, wenn nicht alles so klappt, wie wir uns das vorgestellt haben.“

In der neuen Kindertagesstätte herrscht jetzt Leben. Hier bespricht eine Gruppe im Sitzkreis, welche Teile im Konstruktionsraum denn so alle zur Verfügung stehen.
In der neuen Kindertagesstätte herrscht jetzt Leben. Hier bespricht eine Gruppe im Sitzkreis, welche Teile im Konstruktionsraum denn so alle zur Verfügung stehen. | Bild: Simon, Guy

Die Stellen sind besetzt

In personeller Hinsicht habe man mittlerweile auch jede Stelle in der Kita besetzen können. Beim aktuellen Fachmangel keine Selbstverständlichkeit. Einen der Gründe sieht die Leiterin in den Gestaltungsmöglichkeiten in Behla: „Alle konnten sich von Anfang an voll hier einbringen und am Entstehen einer neuen Einrichtung mitwirken. Bis hin zur Einrichtung der Räume. Das ist schon etwas, das es nicht jeden Tag zu erleben gibt.“ So habe man auch alle Auszubildenden von der Seelsorgeeinheit übernommen. Das Team habe dennoch eine gemischte Altersstruktur: „Unsere älteste Kollegin feiert im Februar ihren 60. Geburtstag und schließlich auch ihr 25-jähriges Dienstjubiläum. Auch sie hat sich dazu entschlossen, hier noch einmal neu anzufangen“, erklärt Haberland. Neben jungen Kollegen sei eben auch Erfahrung sehr wichtig.

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Eine Erleichterung

Unterstützung gibt es auch im Essbereich neben dem lichtdurchfluteten Innenhof. Hier arbeitet Hauswirtschafterin Diana Weißhaar in der Küche der Einrichtung. Zum Mittagessen gibt es etwa immer einen frischen Salat oder einen Nachtisch, wie etwa Obstsalat. „Eine unglaubliche Erleichterung für uns“, so Haberland.

Diana Weißhaar ist die Hauswirtschafterin in Behla. Sie kümmert sich darum, dass die Kinder gesundes und leckeres Essen bekommen. Es gibt am Tag entweder einen frischen Salat als Beilage oder einen Nachtisch, hier etwa einen Obstsalat.
Diana Weißhaar ist die Hauswirtschafterin in Behla. Sie kümmert sich darum, dass die Kinder gesundes und leckeres Essen bekommen. Es gibt am Tag entweder einen frischen Salat als Beilage oder einen Nachtisch, hier etwa einen Obstsalat. | Bild: Simon, Guy

Der Schall wird geschluckt

Was besonders vormittags auffällt, ist die Ruhe in der Kita: „Das liegt daran, dass von 9.30 bis 11.30 Uhr unsere Freispiel- und Angebotzeit ist“, erklärt die Leiterin. Während sich einige Kinder in den verschiedenen Themenräumen beschäftigen, sind andere bei einer gezielten Aktion mit dabei. Was allerdings auch für Ruhe sorgt, sind die speziellen schallabsorbierenden Decken in den Räumen.

Runden auf dem Parcours

Auch im Außenbereich sind die letzten kleinen Elemente vervollständigt: Der Rasen rund um den gepflasterten Weg für die Fahrzeuge war bisher noch abgesperrt. Seit Montag ist er jedoch offen, wurde bereits das erste Mal gemäht und bietet nun auch den notwendigen Platz, um zu überholen, wenn es auf dem Weg mal zu eng werden sollte.

Die Absperrung zur Wiese ist weg, jetzt kann auf dem Rund-Parcours mit den Fahrzeugen auch mal überholt werden. Lina dreht eine Runde mit dem Traktor.
Die Absperrung zur Wiese ist weg, jetzt kann auf dem Rund-Parcours mit den Fahrzeugen auch mal überholt werden. Lina dreht eine Runde mit dem Traktor. | Bild: Simon, Guy

Unterwegs in Behla

Gemeinsam mit den Erzieherinnen waren die Kinder, die übrigens aus allen fünf Ortsteilen kommen, in Behla unterwegs. Sie haben sich angeschaut, was es hier alles zu entdecken gibt. Etwa, ob die neuen Kälber beim Bauern schon auf die Welt gekommen sind: „Wir werden hier wirklich toll aufgenommen.“

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Bisher seien in der Kita noch keine Anfragen von Interessenten aus der Kernstadt eingegangen, wohl aber in der Krippe. Dabei seien in Behla zehn Plätze bereits belegt, in der neuen Gruppe, die bald in Sumpfohren öffnet, bereits drei, es kämen jedoch weitere Anmeldungen rein.

Belegung

Rund 50 Kinder sind aktuell in der neuen Kindertagesstätte in Behla. Zehn in der Krippe nebenan, und für Sumpfohren gibt es drei Anmeldungen. Die Entwicklung der Krippe wertet Kita-Leiterin Sabrina Haberland äußerst positiv: „Es ist eine kleine Gruppe mit einem sehr guten Betreuungsangebot.“ Zudem seien die Krippenkinder auch regelmäßig in der Kita. Etwa zum gemeinsamen Turnen mit den Dreijährigen. Die spätere Eingewöhnung, wechsle ein Kind von Krippe zu Kita, sei dadurch kein Problem.

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