Die Schnuferzunft leitet mit der Verjüngung ihres Vorstands einen Umbruch ein. Neuer Zunftmeister ist Jörg Moosmann, der in den vergangenen Jahren seinen Job als Säckelmeister der Zunft souverän erledigte. Vorgänger Dietmar Schlenker legte nach sechs Jahren sein Amt aus beruflichen Gründen nieder. Er blickte auf intensive Jahre zurück und übergibt seinem Nachfolger einen Verein, der sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten innerhalb der Schwarzwälder Narrenvereinigung dank seines Engagements zu den größten Zünften zählt.

Auch in den weiteren Wahlvorgängen war es der Zunft wichtig, die Ausgewogenheit zwischen Erfahrung und Verjüngung im Vorstand zu erhalten. So gehören der bisherige Vize Stefan Eggert und Langzeitzunftschreiber Uli Kapust weiterhin dem Zunftrat an. Neuer Vizezunftmeister ist nun aber Martin Bührig. Um die Finanzen kümmert sich ab sofort Daniel Wiehl. Das neue Gremium des Zunftrates komplettiert ab sofort Florian Käfer. Von der Schnufergruppe erhält der Zunftrat weibliche Unterstützung in Person der neuen stellvertretenden Kassiererin Michaela Reichmann und der neuen stellvertretenden Schriftführerin Simone Keller.

In seinem Rückblick zog Uli Kapust noch einmal Bilanz über ein arbeitsreiches Jahr, das mit der Hexen-Warzen-Teufel-Party eine neue Veranstaltung beinhaltete, die umgehend zu einem Knaller wurde. Zur Zweitausgabe am 28. Januar 2017 sind bereits 16 Gastvereine mit über 350 Hästrägern gemeldet. Kapust wertete die Zunft als einen närrischen, durchaus aber sozial engagierten und im Dorfgeschehen fest verankerten Verein. So bezeichnete er die Mitwirkung am Dorfjubiläum im kommenden Jahre als eine Selbstverständlichkeit oder erwähnte den Erfolg der von der Zunft durchgeführten Nikolaus-Aktionen. Schriftführer Kapust berichtete zudem 143 aktiven Mitgliedern, die sich aus 44 Schnufern, 88 Hexen, 11 Zunfträten, 35 Kindern und Jugendlichen zusammensetzen. Hinzu kommen 234 passive Mitglieder, welche die Gesamtmitgliederzahl auf 412 anwachsen lassen.

Eine besondere Auszeichnung erhielt Udo Schaller, der für 33 Jahre aktive Hexerei, von denen er viele Jahre sogar Oberhexe war. Er wurde zur Ehrenhexe ernannt.

 

Schnufertermine

Längst festgezurrt ist der Terminkalender für das kommende Jahr. Er sieht neben den bereits erwähnten Veranstaltungen am 28. Dezember eine Winterwanderung inklusive Gedankenspiele für den Ablauf der närrischen Tage vor. Am 14. Januar wirkt die Zunft beim 25. Geburtstag der Pfohrener Notä-Kaotä mit. Auch ist sie ein Woche später beim Geburtstagsfest der Narrenzunft aus Hondingen dabei. Die Beteiligung an den Narrentreffen der Schwarzwälder Narrenvereinigung, die heuer in Unterkirnach und Friedenweiler stattfinden, sind immer wieder gerne wahrgenommene Pflichttermine.