Eine kunterbunte Drachenvielfalt beherrschte am Wochenende den Luftraum über dem Donaueschinger Flugplatz, wo der Drachenclub der Baar bereits zum 13. Mal die alle zwei Jahre stattfinden Donaueschinger Drachentage inszenierte. Insbesondere am gestrigen Sonntag herrschten ideale Wetterbedingungen und die Zuschauer strömten in Massen. Etliche Familien nuzten das traumhafte Frühsommerwetter, um die quirlig-prächtige Formen- und Farbenvielfalt am blauen Himmel zu bestaunen. Am ersten Festivaltag, dem wechselhaften Samstag, war die Zuschauerresonanz etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Die Donaueschinger Drachentage als ideales Ziel des sonntäglichen Familienausfluges: Bei prächtigen Wetter konnten es sich die Besucher am gestrigen Sonntag gutgehen lassen.
Die Donaueschinger Drachentage als ideales Ziel des sonntäglichen Familienausfluges: Bei prächtigen Wetter konnten es sich die Besucher am gestrigen Sonntag gutgehen lassen. | Bild: Roland Sigwart

Über 150 Drachenbauer und -piloten aus Belgien, Frankreich, Holland, Österreich, der Schweiz, Tasmanien und Deutschland präsentierten während der zwei Festivaltage ihre selbstgebauten Flugobjekte. Die Spannbreite reichte dabei vom Nachbau historischer Drachen über künstlerisch gestaltete Drachen bis hin zu stablosen Großdrachen und rasanten Lenkdrachen. Für die fachkundige Moderation der faszinierenden Flugschau sorgten an beiden Tagen Drachenbuchautor Rainer Neuner und Erfolgsdrachenkonstrukteur Martin Schob.

Drachen in allen Variationen: Beim Schlendern über den Flugplatz gibt es für Groß und Klein einiges zu entdecken.
Drachen in allen Variationen: Beim Schlendern über den Flugplatz gibt es für Groß und Klein einiges zu entdecken. | Bild: Roland Sigwart

Ein bunter Windgarten lud Groß und Klein zum Staunen und Verweilen ein, etliche Foodtrucks sorgten für das kulinarische Wohl. Die allerjüngsten Besucher konnten sich am Sonntagnachmittag sogar selbst als aktive Drachenbauer betätigen und unter der Anleitung des niederländischen Drachenkünstlers Wim Tigchelaar eigene kleine Drachen basteln. Mit einer besonders stimmungsvollen Nachtflugschau als Höhepunkt wurde nicht zuletzt der Abend des ersten Festivaltags gekrönt.

Eine kleine Eulenfamilie: Vater, Mutter und Kind erheben sich gemeinsam in die Luft.
Eine kleine Eulenfamilie: Vater, Mutter und Kind erheben sich gemeinsam in die Luft. | Bild: Roland Sigwart

Mehr als nur Drachen

Eine wahre Freude für alle Drachenfans mit Hang zur Musik, zum Tanz und zur Rhythmik waren die Lenkdrachenvorführungen, bei denen die Drachenpiloten einzeln, zu zweit, zu dritt, zu viert oder noch mehr parallel, sychron und im Takt ihre bunten Drachen durch die Lüfte segeln ließen. „Einfach nur schön“ zu vernehmen. So war nicht nur einmal der Kommentar der begeisterten Besucher. Etwas „kämpferischer“ dagegen ging es beim Donau-Rokkaku-Cup zu, bei dem es galt, seinen eigenen Drachen möglichst lange und bis zum Schluss in der Luft zu halten und die anderen Drachen dagegen abzudrängen.

Die allerjüngsten Besucher der Drachentage konnten ihr Glück beim Drehen des SÜDKURIER-Glücksrades versuchen, so Anais Winter aus Geisingen.
Die allerjüngsten Besucher der Drachentage konnten ihr Glück beim Drehen des SÜDKURIER-Glücksrades versuchen, so Anais Winter aus Geisingen. | Bild: Roland Sigwart