Die Bauernkapelle Mindersdorf ist am Samstag, 14. September, um 20.15 Uhr im SWR-Fernsehen bei der Sendung „Schlager-Spaß mit Andy Borg„ zu sehen. Beim Telefonat mit dem Vorsitzenden Frank Wissler wurde schnell deutlich: Die Musiker aus Mindersdorf durften bei den Aufzeichnungen im Mai im Europapark in Rust auf Tuchfühlung mit den Stars gehen. „Die Geschwister Hofmann waren dabei, Heintje und Stefanie Hertel„, schwärmt Wissler. Für die Musiker war es sicherlich ein Höhepunkt auf einer Bühne mit den genannten Künstlern zu stehen.

Sorry, liebe Steffi!

Klar, Heintje kennt beinahe jeder in Deutschland. Hendrik Nikolaas Theodoor „Hein“ Simons werden wohl alle Kinder der 90er irgendwann einmal bei einem Besuch bei Oma und Opa im Radio trällern gehört haben. Auch mir als selbsternannter Musikbanause, dessen Lieblingsmusik Radio ist, sind Lieder wie „Mamatschi“ oder „Heidschi Bumbeidschi“ ein Begriff – Opa Franz und Oma Wilma sei Dank. Doch bei Stefanie Hertel und den Geschwistern Hofmann hört mein Musikwissen auf. Klar weiß ich, dass die blonde Volksmusiksängerin und Moderatorin mal mit irgendeinem Trompeter aus dem Fernsehen verheiratet war, doch mehr fällt mir zu ihr nicht ein. Sorry, liebe Steffi!

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Um ehrlich zu sein, scheitere ich schon an der richtigen Schreibweise ihres Namens. Stefanie mit ph oder nur mit f? Hertel mit e oder ohne? Hilfesuchend schaue ich mich in der Redaktion um, doch auch meine gleichaltrige Kollegin zuckt nur mit den Achseln. Doch wenn man glaubt, es geht nichts mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her. Die Antwort kommt von einer Seite, von der ich sie am wenigsten erwartet hätte: von unserem 23-jährigen Volontär. Stilsicher intoniert er mir: „Stefanie mit F und Hertel hinten mit E und L!“ Einfach so, als ob es das normalste der Welt wäre.

Fröhlicher Weinberg – wer kennt die Sendung nicht?

Wie bitte? Ich habe mich doch gerade verhört? Doch unser Volo ist sich sicher. Ein Blick in die Online-Suchmaschine gibt ihm recht. Und dann kommt es auch noch knüppeldick. Er schmettert gleich auch noch einen Refrain von ihr heraus. „Bei meinen Großeltern lief am Freitagabend immer die Sendung Fröhlicher Weinberg“, begründet er sein Wissen.

Krachende Beats und fette Rhymes

Noch ehe er begreift, was er da gerade gesagt hat, wiegelt er schnell ab: Volksmusik laufe bei ihm nicht hoch und runter. Beim Umparken seines Autos im Redaktionshof wird dies deutlich: Krachende Beats und fette Rhymes schallen mir aus dem Radio entgegen. Es läuft ein Hip-Hop-Sender. Nicht gerade leise. Klar, Musik hört man gerne laut, da hatte Herbert Grönemeyer schon recht, der alte Musikfuchs. Doch wer weiß, vielleicht hat unser Volo doch ein Herz für Volksmusik und auf dem Radioplatz Zwei einen Volksmusiksender eingespeichert. Umschalten habe ich mich nämlich nicht getraut.