Gleich zwei neue Stellvertreter begrüßte Ortsvorsteherin Claudia Ehret im Singener Stadtteil Hausen an der Aach nach dem Abschied von Matthias Jäger in ihrem Amt. Zwar ist Hausen mit 900 Einwohnern der kleinste Ortsteil der Stadt Singen, doch auch hier sollen die Bürger politisch vertreten werden – und dazu gehört der Ortschaftsrat, dessen Aufgabe es ist, die Verwaltung zu beraten.

Bei wichtigen Entscheidungen, die den Teilort betreffen, muss er angehört werden und hat ein Vorschlagsrecht. Auch in Hausen sehen sich das siebenköpfige Team und Ortsvorsteherin Claudia Ehret als Bindeglied zwischen den Bürgern, die sie vertreten, und der Stadt Singen. „Der Gemeinderat steckt bei Themen, die den Teilort betreffen, eben nicht so tief in der Materie drin wie die Vertreter vor Ort“, betont die neue Stellvertreterin Kirsten Haupt. Sie ist wie Martin Meitz bereits seit 2014 im Ortschaftsrat und gleichzeitig Mitglied in diversen Hausener Vereinen. Und beide machen Werbung für dieses Engagement, denn wie viele Vereine, plagen auch den Hausener Ortschaftsrat Nachwuchssorgen.

Die finanzielle Seite spielt keine Rolle

Da sei es erfreulich gewesen, dass neue, jüngere Mitglieder in der Gemeindevertretung begrüßt werden konnten, obwohl sich der Einsatz als Ortschaftsrat aus finanzieller Sicht nicht lohne. „Ortschaftsräte sind ehrenamtlich tätig und erhalten für die Sitzungen des Rates nur Aufwandsentschädigungen“, erklärt Martin Meitz. Doch für die beiden neuen Stellvertreter zähle nicht das Finanzielle. „Den Ort weiterentwickeln, etwas fürs Dorf tun, an Entscheidungen beteiligt zu sein“, dies nennen sie unisono als Motive.

Normalerweise trifft sich der Rat einmal im Monat, meist öffentlich, sodass jedermann teilnehmen kann. Coronabedingt kam es dieses Jahr bisher nur zu drei Sitzungen. Ein großes Thema wird sich in den nächsten Jahren immer wieder auf der Tagesordnung des Rates finden. Zehn Jahre nach der Erschließung des letzten Baugebietes soll in Hausen ein neues folgen, für das die Planung nun beginnt.

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