Der erste Außentermin des neuen Landrats Zeno Danner führte nach Singen – und offenbar an Baustellen entlang, denn der Kreisoberste ließ ein wenig auf sich warten. Umso herzlicher war dann der Empfang an der Haldenwang-Schule von rund 100 Schülern, ihren Lehrern und Schulleiter Daniel Baerwind. Weitere Premieren folgten sogleich: Erstmals zeigten die Schüler, was sie in der vergangenen Kulturprojektwoche gemacht haben, und erstmals äußerte Schulleiter Daniel Baerwind folgende Wünsche: Es brauche mehr und größere Klassenzimmer und eine neue Sporthalle sei zwar sicher teuer, aber nötig. Das Landratsamt ist Schulträger des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums und damit dafür zuständig, dass sich das ändert.

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Kultur als Eintrittskarte in Gesellschaft

Dabei zeigte der Abschluss der Kulturprojektwoche, dass auch auf engestem Raum viel Buntes entstehen kann: Da wurde zum Beispiel mit Holz, Metall oder Beton gebastelt und da wurden Theaterstücke und Musicals geprobt. Eine Woche lang haben sich die Schüler dafür aus ihren Klassen gelöst und in 18 Projekten verschiedenste Kultur kennengelernt. Weil das die Eintrittskarte in die Gesellschaft ist, wie Baerwind sagte. „Wo Kultur, im weitesten Sinne, ist, wird Verschiedenheit gelebt“, sagte Baerwind. Und Verschiedenheit präge den Alltag an der Schule. In der Sonderpädagogik müsse man auf jeden einzeln schauen, was sich zum Beispiel an individuellen Ausbildungsplänen zeige. Nicht zuletzt macht so ein Projekt Spaß, wie Trommler und Tänzer bei einem Afrika-Projekt zeigten. Schnell hauten die Schüler, die an der Haldenwang-Schule zwischen sechs und knapp 20 Jahre alt sind, auf die Trommeln und tanzten wenig später.

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Der erste soll nicht der letzte Besuch sein

„Hier ist schon viel los“, attestierte der Landrat in einer kurzen Ansprache, und es sei wichtig, dass auch die Möglichkeiten dafür gegeben seien. Die Wünsche des Schulleiters quittierte er mit einem Nicken, die Aufführungen der Schüler mit viel Applaus und einem Lächeln. Der erste solle nicht der letzte Besuch sein. Den Weg kennt er ja jetzt.