Schüler malen Bilder, die als Titelbild für ein Lied von Matthias Reim und anderen Künstlern in Frage kommen: Dieses Szenario trifft auf die Klasse 7c der Schlossschule Gaienhofen zu. Hintergrund ist folgender: Bereits vor vielen Jahren wurde auf Initiative der Singener Anwaltskanzlei Hoppe und Biskupek, welche die Kinderkrebsnachsorgeklinik in Tannheim unterstützt, das Kinderbuch „Der Löwe von Tannheim„ herausgebracht. Daraus wiederum entstanden auch ein Hörbuch sowie ein Lied. 

Sänger Matthias Reim und seine Freundin Christin Stark wollen mit ihrem Song die Kinderkrebsnachsorgeklinik in Tannheim unterstützen. ...
Sänger Matthias Reim und seine Freundin Christin Stark wollen mit ihrem Song die Kinderkrebsnachsorgeklinik in Tannheim unterstützen. | Bild: Britta Pedersen

„Der Song ist in die Jahre gekommen. So entstand die Idee, ihn mit Matthias Reim und anderen Künstlern neu aufzunehmen“, erklärt Rechtsanwalt Wolfgang Hoppe. Er begleitete den Schauspieler Klausjürgen Wussow bis zu dessen Tod als Manager. Wussow war Schirmherr der Klinik in Tannheim. Mittlerweile führen die Kinder Barbara und Alexander das Erbe ihres Vaters fort. „Das Lied soll den herzkranken Patienten Mut machen. Und die Kinder haben etwas, das sie nach der Reha in Tannheim mit nach Hause nehmen können“, sagt Wolfgang Hoppe. Er betont: „Sinn und Zweck ist es nicht, kommerziell erfolgreich zu sein.“

„Stark wie ein Löwe“

Den Text des neuen Songs „Stark wie ein Löwe“, der im Januar oder Februar fertig sein soll, schrieb der Musiker Jan Friede aus Radolfzell. „Kaum war die Idee dafür geboren, sagten uns weitere namhafte Künstler zu“, erzählt Wolfgang Hoppe. Unter anderem sind Toni Krahl, Frontmann der Band City, und Daniel Löble, Schlagzeuger der Band Helloween, mit dabei. Auch Schlagersängerin Christin Stark singt eine Strophe. „Schon allein wegen ihres Namens musste sie nicht lange überzeugt werden“, meint Hoppe mit einem Schmunzeln. Als weitere Künstler wirken Geigerin Katharina Vogt von der Südwestdeutschen Philharmonie und Noah Fischer vom Panikorchester mit – und eventuell auch Udo Lindenberg. „Wir haben ihm den Song geschickt und er findet die Sache auf jeden Fall gut. Für uns wäre es eine große Ehre, wenn auch Udo eine Strophe singt. Weitere Unterstützer des Projekts sind Til Schweiger und Ingo Lenßen.

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Was aber hat denn nun die Schlossschule in Gaienhofen mit dem prominent besetzten Lied zu tun? „Wir brauchen ein Titelbild. Von unterschiedlichen Künstlern haben wir schon welche zur Auswahl. Auch die Kinder haben uns schöne Bilder gemalt“, schildert Wolfgang Hoppe. Zunächst wurden diese von der Kunstlehrerin Frau Schaub benotet. Mittlerweile liegen sie einer Jury vor, die aus Matthias Reim, Christin Stark, der Kanzlei von Hoppe und Moderatorin Sonja Faber-Schrecklein besteht.

Weitere Vorschläge der Schüler aus Gaienhofen. Bild: Wolfgang Hoppe
Weitere Vorschläge der Schüler aus Gaienhofen. | Bild: Hoppe, Wolfgang

Anfang 2020 werden die Bilder mit mehreren Preisen prämiert. „Dabei lassen wir uns von den Schulnoten nicht beeinflussen und schauen sie uns nicht an“, sagt Hoppe. Laut des Anwalts mussten die Schüler nicht zwingend einen Löwen zeichnen. „Sie haben das Lied gehört und machten sich Gedanken. Wir überlegen, ihre Bilder auszustellen, am besten natürlich in Tannheim.“