Die SPD im Gemeinderat wünscht sich eine beschleunigte Bebauung des Areals in der Eichhornstraße, momentan noch Heimat des Tennisclubs (TC) Konstanz. Doch der Technische Ausschuss des Rates und die Verwaltung stellten sich am Dienstag dagegen. Bis 2028 habe der Verein noch einen gültigen Vertrag, so ihre Argumentation. Die Sozialdemokraten hätten den Prozess gern beschleunigt. Sie sehen die Chance vertan, zügig kostengünstigen Wohnraum zu schaffen.

Das Grundproblem: Ausschuss und Stadt sprechen über ein Gelände, auf das sie nicht direkt Zugriff haben. Denn die etwa zwei Hektar an der Eichhornstraße gehören der Spitalstiftung. Unter ihrer Regie wird das Areal bebaut. Allerdings muss sie sich dem Rahmenplan beugen, den die Stadt erst noch aufstellt.

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Die SPD zweifelt daran, ob es wirklich notwendig ist, alle Probleme des Horns in diesen Plan zu packen – einschließlich Zukunft des Stadions und der Bauflächen am Horn. Alfred Reiche (SPD) fürchtet, dass er noch gut zehn Jahre warten muss, bis tatsächlich mal was auf dem Areal passiere. „Das ist nicht nachvollziehbar.“

Er möchte genau wissen, warum der Verein die vorgeschlagenen Alternativen ablehnt. Für diesen kommt derzeit nur die Verlagerung auf das Helle-Müller-Areal in Frage, also die unweit entfernte Tennisanlage weiter östlich am Horn.

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Die SPD sieht keinen größeren Zusammenhang zwischen dem Rahmenplan und der Bebauung. Jürgen Ruff beklagte, es werde in Sachen Neubau seit Jahren nur verzögert. Vonseiten der Stadtverwaltung hieß es: Der Verein hat noch bis 2028 einen Vertrag. Man werde in einer nahen Sitzung die Alternativen vorstellen, die geprüft und wieder verworfen wurden. Ab 2022/23 werde zur Verlagerung geplant, die man dann 2028 vollziehen wolle.

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