Der 44-jährige Pilot und die 50-jährige Frau wurden nach ersten Erkenntnissen zum Unfallhergang bei dem Absturz lebensgefährlich verletzt. Wie die Polizei weiter mitteilt, zeichnete sich der Unfall unmittelbar nach dem Abheben der Maschine ab. Kurz danach habe der Sinkflug eingesetzt, etwa 500 Meter hinter der Piste ging das Kleinflugzeug dann zu Boden. Die Absturzstelle selbst war wegen der Bäume und des dichten Buschwerks nicht einsehbar.

Video: Torsten Lucht

Der Start verlief nach Angaben der Beauftragten für Luftaufsicht, Minky Schweizer, völlig unauffällig. Auch die äußeren Bedingungen seien mit Sonnenschein und Windstille ideal gewesen. Bei den beiden Insassen hat es sich nach Kenntnis der Flugleiterin um zwei Angehörige einer Gruppe aus Aschaffenburg gehandelt, die einen Ausflug an den Bodensee gemacht hatten. Unmittelbar nach dem Unglück sei der Flugverkehr komplett eingestellt worden. In Absprache mit der Polizei habe man ab 18.30 Uhr den Betrieb wieder aufgenommen.

Bild: Florian Hoffmann

Nach Angaben des Pressesprechers der Feuerwehr, Fabian Daltoe, ging der Notruf gegen 15.50 Uhr ein, wobei sich der Einsatz wegen der Unfallstelle als schwierig erwies. Das Flugzeug war ins Naturschutzgebiet Göldern nördlich der B33 und westlich der Abzweigung in Richtung Wollmatingen/Westtangente gestürzt.

Helfer tragen eine der verletzten Personen zu den Rettungswagen an der B33.
Helfer tragen eine der verletzten Personen zu den Rettungswagen an der B33. | Bild: Lucht, Torsten

Die Bergung der beiden Verletzten gestaltete sich schwierig. Eine der Personen wurde von den Rettern mit einer Trage zu einem der Rettungswagen an der B33 transportiert, der andere wurde an der Unfallstelle erstversorgt und anschließend mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht.

Die B33 muss zeitweise wegen des Großaufgebots an Rettungsfahrzeugen voll gesperrt werden
Die B33 muss zeitweise wegen des Großaufgebots an Rettungsfahrzeugen voll gesperrt werden | Bild: Lucht, Torsten

Zudem gestalteten sich die Vorsichtsvorkehrungen als aufwendig. Wegen des ausgetretenen Kerosins bestand erhöhte Brandgefahr, weshalb eine mehrere hundert Meter Schlauchverbindung von den Wasserfahrzeugen zur Unfallstelle gelegt werden musste. Laut Fabian Daltoe war die Situation kurz nach 17 Uhr weitgehend unter Kontrolle. Im Einsatz befanden sich 50 Helfer der Feuerwehr, die mit 14 Fahrzeugen ausgerückt waren.

Nach dem Absturz eines Flugzeugs wird von der Abzweigung B33/Westtangente eine Schlauchverbindung zur Absturzstelle im Naturschutzgebiet ...
Nach dem Absturz eines Flugzeugs wird von der Abzweigung B33/Westtangente eine Schlauchverbindung zur Absturzstelle im Naturschutzgebiet gelegt. | Bild: Lucht, Torsten

Gaffer verursachen Unfall auf der B33

Während des Einsatzes kam es auf der B33 wegen Gaffern zu einem Verkehrsunfall in Konstanzer Fahrtrichtung. Sowohl wegen des Großaufgebots an Rettungsfahrzeugen als auch wegen des Unfalls musste die B33 zeitweise voll gesperrt werden. Ab 17 Uhr war sie einspurig wieder befahrbar.