Mit Tupperdosen und Jutebeuteln geht es für sie auf Einkaufstour. Denn ihr oberstes Ziel lautet: Plastik vermeiden. Konstanzer erzählen uns, warum sie auf Plastik verzichten und wie sie das im Alltag schaffen. Auch Einzelhändler haben den Trend erkannt und ziehen mit.

Fabienne Mäutner, 29 Jahre alt, Schulsozialarbeiterin

Seit zwei Jahren achtet Fabienne Mäutner beim Einkaufen bewusst darauf, Verpackungen zu vermeiden. "Man wächst da so rein", erinnert sie sich an ihre Anfänge. Sie habe Leute kennengelernt, die sich ebenfalls für das Thema Nachhaltigkeit interessieren würden. "Ich beschäftige mich viel damit", sagt Mäutner. <br><br>Sie engagiert sich auch beim <strong>Foodsharing</strong> in Konstanz, wo sie ehrenamtlich gemeinsam mit anderen Menschen Lebensmittel vor dem Wegwerfen rettet. Diese Möglichkeit nutzt sie auch selbst für ihren privaten Haushalt, ebenso wie Einkäufe auf dem <strong>Wochenmarkt</strong>. "Ich gehe einfach bewusster einkaufen", sagt Mäutner. <br><br>Plastik will sie dabei vermeiden, nicht komplett darauf verzichten. "Wenn die Schokolade aus dem Supermarkt mich mal anlacht, dann ist das so." Der komplette Verzicht auf Plastik ist ihrer Meinung nach noch schwer umzusetzen. "Die Gesellschaft ist noch nicht so weit, da muss noch etwas passieren", sagt die Konstanzerin. Trotzdem versucht sie, bewusster einzukaufen. Auch bei der Kleidung – auf <strong>Kleidertauschparties</strong> bekommt sie ihre gebrauchte Kleidung. "Ich überlege heute viel mehr, was ich wirklich brauche", sagt Mäutner.
Bild: Wetschera, Wiebke

Seit zwei Jahren achtet Fabienne Mäutner beim Einkaufen bewusst darauf, Verpackungen zu vermeiden. "Man wächst da so rein", erinnert sie sich an ihre Anfänge. Sie habe Leute kennengelernt, die sich ebenfalls für das Thema Nachhaltigkeit interessieren würden. "Ich beschäftige mich viel damit", sagt Mäutner.

Sie engagiert sich auch beim Foodsharing in Konstanz, wo sie ehrenamtlich gemeinsam mit anderen Menschen Lebensmittel vor dem Wegwerfen rettet. Diese Möglichkeit nutzt sie auch selbst für ihren privaten Haushalt, ebenso wie Einkäufe auf dem Wochenmarkt. "Ich gehe einfach bewusster einkaufen", sagt Mäutner.

Plastik will sie dabei vermeiden, nicht komplett darauf verzichten. "Wenn die Schokolade aus dem Supermarkt mich mal anlacht, dann ist das so." Der komplette Verzicht auf Plastik ist ihrer Meinung nach noch schwer umzusetzen. "Die Gesellschaft ist noch nicht so weit, da muss noch etwas passieren", sagt die Konstanzerin. Trotzdem versucht sie, bewusster einzukaufen. Auch bei der Kleidung – auf Kleidertauschparties bekommt sie ihre gebrauchte Kleidung. "Ich überlege heute viel mehr, was ich wirklich brauche", sagt Mäutner.

Pamela Baumhardt, Leiterin der Unternehmenskommunikation Edeka Baur

Die Edeka Baur Märkte haben das Interesse der Kundschaft am verpackungsfreien Einkauf in den vergangenen zwei Jahren vermehrt festgestellt – und auch darauf reagiert. "Bei einem Supermarkt ist es natürlich anders als bei einem Wochenmarkt", sagt Pamela Baumhardt von der Unternehmenskommunikation. Denn die Produkte sind nicht nur in größerer Menge vorhanden, sondern sollen auch länger haltbar sein, weil sie verschiedene Stationen durchlaufen.<br><br>Erste Tests, beim <strong>Obst</strong> auf Verpackungen zu verzichten und die Schale stattdessen mit einem Laserabdruck zu versehen, gab es schon. "Wir experimentieren da aber noch, was sich wirklich eignet", sagt Baumhardt. Auch in Plastik verpacktes Obst und Gemüse soll es weiterhin geben: "Wir wollen den Kunden jede Möglichkeit anbieten."<br><br>Seit wenigen Wochen können Kunden an den Frischetheken auch mit ihrer <strong>Tupperdose</strong> einkaufen. Diese wird auf ein Tablett gestellt, das wird dann hinter der Theke befüllt. Wegen strenger Hygienevorschriften darf der Verkäufer die Dose nicht selbst berühren.<br><br>Und eine andere Neuerung wird es in den nächsten zwei Wochen geben: Kunden können an der Waage für Obst und Gemüse auswählen, ob sie ihre Ware in einer <strong>Papptüte</strong> oder in einem <strong>Mehrwegnetz</strong> wiegen. "Die Waagen waren bisher nicht auf die unterschiedlichen Gewichte der Tüten ausgelegt", sagt Baumhardt. Die Mehrwegnetze bietet Edeka dann auch zum Verkauf an. Baumhardt war selbst Testkäuferin dafür. Diese können beliebig wiederverwendet werden. "So ein Einkauf macht natürlich mehr Mühe, denn man muss seine Gewohnheiten umstellen", sagt Baumhardt. "Man muss es bewusst wollen."
Bild: Wetschera, Wiebke

Die Edeka Baur Märkte haben das Interesse der Kundschaft am verpackungsfreien Einkauf in den vergangenen zwei Jahren vermehrt festgestellt – und auch darauf reagiert. "Bei einem Supermarkt ist es natürlich anders als bei einem Wochenmarkt", sagt Pamela Baumhardt von der Unternehmenskommunikation. Denn die Produkte sind nicht nur in größerer Menge vorhanden, sondern sollen auch länger haltbar sein, weil sie verschiedene Stationen durchlaufen.

Erste Tests, beim Obst auf Verpackungen zu verzichten und die Schale stattdessen mit einem Laserabdruck zu versehen, gab es schon. "Wir experimentieren da aber noch, was sich wirklich eignet", sagt Baumhardt. Auch in Plastik verpacktes Obst und Gemüse soll es weiterhin geben: "Wir wollen den Kunden jede Möglichkeit anbieten."

Seit wenigen Wochen können Kunden an den Frischetheken auch mit ihrer Tupperdose einkaufen. Diese wird auf ein Tablett gestellt, das wird dann hinter der Theke befüllt. Wegen strenger Hygienevorschriften darf der Verkäufer die Dose nicht selbst berühren.

Und eine andere Neuerung wird es in den nächsten zwei Wochen geben: Kunden können an der Waage für Obst und Gemüse auswählen, ob sie ihre Ware in einer Papptüte oder in einem Mehrwegnetz wiegen. "Die Waagen waren bisher nicht auf die unterschiedlichen Gewichte der Tüten ausgelegt", sagt Baumhardt. Die Mehrwegnetze bietet Edeka dann auch zum Verkauf an. Baumhardt war selbst Testkäuferin dafür. Diese können beliebig wiederverwendet werden. "So ein Einkauf macht natürlich mehr Mühe, denn man muss seine Gewohnheiten umstellen", sagt Baumhardt. "Man muss es bewusst wollen."

Anna Höpfner, 21 Jahre alt, Germanistik-Studentin

Anna Höpfner erinnert sich noch gut an den Tag, als der plastikfreie Lebensstil in ihr Leben kam. Es war vor drei Monaten, als sie nach Hause zu ihrer Freundin Katharina Faaß kam und gesagt habe: "Ich will kein Plastik mehr in meinem Leben." Gesagt – getan. Seitdem verzichten die beiden Studentinnen komplett auf Plastik. Aus drei bis vier gelben Säcken im Monat wurden plötzlich null.<br><br>Der Umstieg sei ihnen nicht schwer gefallen, sagt Höpfner: "Es hat sogar total Spaß gemacht." Seitdem stellen sie viele Dinge selber her: <strong>Seife, Spülmittel, Putzmittel</strong>, aber auch Chips für den Heißhunger zwischendurch. "Wir essen automatisch viel bewusster, auch wenn das gar nicht das Ziel war", sagt Höpfner. Lebensmittel ohne Plastikverpackung kaufen sie dabei auch im Supermarkt – so zum Beispiel Milch in Flaschen oder unverpacktes Gemüse. Sie kaufen gebrauchte Kleidung und wenn diese nicht mehr tragbar ist, machen sie daraus Brotsäcke oder Lappen.<br><br>"Wir brauchen <strong>mehr Zeit</strong> für unseren Einkauf, weil wir nicht mal eben in den Supermarkt gehen können", berichtet Höpfner. Mehr Geld geben sie wider Erwarten nicht aus. Die Angst vor zu hohen Kosten habe die beiden Studentinnen vorher immer davon abgehalten. Und auch für die fehlende Schokolade haben sie einen Ersatz gefunden: "Man kann die <strong>Schokolade</strong>, die man sonst aufs Brot schmiert, ja auch ganz einfach löffeln." Denn diese ist schließlich im Glas verpackt.
Bild: Wetschera, Wiebke

Anna Höpfner erinnert sich noch gut an den Tag, als der plastikfreie Lebensstil in ihr Leben kam. Es war vor drei Monaten, als sie nach Hause zu ihrer Freundin Katharina Faaß kam und gesagt habe: "Ich will kein Plastik mehr in meinem Leben." Gesagt – getan. Seitdem verzichten die beiden Studentinnen komplett auf Plastik. Aus drei bis vier gelben Säcken im Monat wurden plötzlich null.

Der Umstieg sei ihnen nicht schwer gefallen, sagt Höpfner: "Es hat sogar total Spaß gemacht." Seitdem stellen sie viele Dinge selber her: Seife, Spülmittel, Putzmittel, aber auch Chips für den Heißhunger zwischendurch. "Wir essen automatisch viel bewusster, auch wenn das gar nicht das Ziel war", sagt Höpfner. Lebensmittel ohne Plastikverpackung kaufen sie dabei auch im Supermarkt – so zum Beispiel Milch in Flaschen oder unverpacktes Gemüse. Sie kaufen gebrauchte Kleidung und wenn diese nicht mehr tragbar ist, machen sie daraus Brotsäcke oder Lappen.

"Wir brauchen mehr Zeit für unseren Einkauf, weil wir nicht mal eben in den Supermarkt gehen können", berichtet Höpfner. Mehr Geld geben sie wider Erwarten nicht aus. Die Angst vor zu hohen Kosten habe die beiden Studentinnen vorher immer davon abgehalten. Und auch für die fehlende Schokolade haben sie einen Ersatz gefunden: "Man kann die Schokolade, die man sonst aufs Brot schmiert, ja auch ganz einfach löffeln." Denn diese ist schließlich im Glas verpackt.

Seit dem 30. August hat der <strong>Unverpackt Laden</strong> seinen Standort im Konstanzer Stadtteil Paradies. Der Laden in Fürstenberg sei zu klein gewesen, so Besitzerin Sladja Peereboomg.<br><br>Seit drei Monaten hat die 52-Jährige Unterstützung von Julia Reineke. "Ich war Kundin von Anfang an, weil ich meinen Lebensstil umgestellt habe", sagt diese. Die frühere Floristin lebt seit drei Jahren als Veganerin. Damit kam auch zunehmend der Gedanke an Müllvermeidung.<br><br>"Ich habe mich dazu entschlossen, gegen Plastik und Müll zu kämpfen", sagt auch Peereboomg. Gemeinsam führen die beiden nun den Laden in der Moosbruggerstraße. "Er ist unser Beitrag zur Vermeidung von Müll", sagt Reineke.<br><br>Diskussionen gebe es immer wieder mit <strong>Lieferanten</strong>. Man müsse bei jedem einzeln nachfragen, um eine plastikfreie Lieferung zu erhalten. Viele der Waren kämen aber schon in Papiersäcken. Auch privat achten beide auf ein nahezu plastikfreies Leben.<br><br>Auf ihre elektrische <strong>Zahnbürste</strong> will Reineke nicht verzichten – "meine größte Sünde", sagt sie. Ansonsten glaubt sie daran, dass der Umstieg auf ein plastikfreies Leben möglich ist: "Man muss umdenken und den Willen haben."
Bild: Wetschera, Wiebke

Seit dem 30. August hat der Unverpackt Laden seinen Standort im Konstanzer Stadtteil Paradies. Der Laden in Fürstenberg sei zu klein gewesen, so Besitzerin Sladja Peerebooms.

Seit drei Monaten hat die 52-Jährige Unterstützung von Julia Reineke. "Ich war Kundin von Anfang an, weil ich meinen Lebensstil umgestellt habe", sagt diese. Die frühere Floristin lebt seit drei Jahren als Veganerin. Damit kam auch zunehmend der Gedanke an Müllvermeidung.

"Ich habe mich dazu entschlossen, gegen Plastik und Müll zu kämpfen", sagt auch Peerebooms. Gemeinsam führen die beiden nun den Laden in der Mosbruggerstraße. "Er ist unser Beitrag zur Vermeidung von Müll", sagt Reineke.

Diskussionen gebe es immer wieder mit Lieferanten. Man müsse bei jedem einzeln nachfragen, um eine plastikfreie Lieferung zu erhalten. Viele der Waren kämen aber schon in Papiersäcken. Auch privat achten beide auf ein nahezu plastikfreies Leben.

Auf ihre elektrische Zahnbürste will Reineke nicht verzichten – "meine größte Sünde", sagt sie. Ansonsten glaubt sie daran, dass der Umstieg auf ein plastikfreies Leben möglich ist: "Man muss umdenken und den Willen haben."

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Tobias Kienzler, 34 Jahre alt, Technischer Redakteur

Sein Sohn ist erst vier Jahre alt, trotzdem interessiert er sich schon für das Thema Nachhaltigkeit. Das kommt nicht von ungefähr: Denn sein Vater Tobias Kienzler engagiert sich beim <strong>Foodsharing</strong> in Konstanz. Als sein Vater ihm zum ersten Mal davon erzählt hat, war der Sohn direkt begeistert: "Er will unbedingt mitmachen", sagt Kienzler.<br><br>Und so holen die beiden gemeinsam vom Wochenmarkt <strong>Lebensmittelreste</strong> und verteilen sie auf die Fairteiler in der Stadt. Auch sonst steht der Einkauf der Familie unter dem Zeichen der Nachhaltigkeit – zumindest seit Anfang des Jahres. Der Verzicht auf Plastik steht dabei ganz oben: "Ich freue mich, dass es <strong>Gummibären</strong> mittlerweile auch unverpackt gibt", sagt Kienzler und hält eine Tupperdose mit Gummitieren in die Höhe.<br><br>Bisher sei es schwierig gewesen, auf <strong>Spülmittel</strong> in Plastikflaschen zu verzichten. Doch das gibt es im neuen Unverpackt-Laden im Paradies zum Abfüllen. Anders hingegen ist es beim <strong>Handy</strong> – "Ich träume immer noch von einem aus Holz", sagt der technische Redakteur.
Bild: Wetschera, Wiebke

Sein Sohn ist erst vier Jahre alt, trotzdem interessiert er sich schon für das Thema Nachhaltigkeit. Das kommt nicht von ungefähr: Denn sein Vater Tobias Kienzler engagiert sich beim Foodsharing in Konstanz. Als sein Vater ihm zum ersten Mal davon erzählt hat, war der Sohn direkt begeistert: "Er will unbedingt mitmachen", sagt Kienzler.

Und so holen die beiden gemeinsam vom Wochenmarkt Lebensmittelreste und verteilen sie auf die Fairteiler in der Stadt. Auch sonst steht der Einkauf der Familie unter dem Zeichen der Nachhaltigkeit – zumindest seit Anfang des Jahres. Der Verzicht auf Plastik steht dabei ganz oben: "Ich freue mich, dass es Gummibären mittlerweile auch unverpackt gibt", sagt Kienzler und hält eine Tupperdose mit Gummitieren in die Höhe.

Bisher sei es schwierig gewesen, auf Spülmittel in Plastikflaschen zu verzichten. Doch das gibt es im neuen Unverpackt-Laden im Paradies zum Abfüllen. Anders hingegen ist es beim Handy – "Ich träume immer noch von einem aus Holz", sagt der technische Redakteur.

Susan Rößner, 40 Jahre alt, Verwaltungsmitarbeiterin an der Uni Konstanz und Inhaberin Monomeer

Das erste plastikfreie Produkt, das Susann Rößner sich bewusst gekauft hat, war eine <strong>Klobürste</strong> aus Holz. Diese hat sie bei einem Bürobedarfshändler gefunden. Als das Paket ankam war das jedoch voll von <strong>Plastikfüllmaterial</strong>. So hatte sich Rößner den Umstieg auf ein plastikfreies Leben nicht vorgestellt. "Für mich war es schwieriger, weil es noch keine Läden ohne Plastikverpackungen gab", erinnert sich Rößner. Das war 2014.<br><br>Sie vergleicht den Umstieg auf ein plastikfreies Leben mit dem Wunsch, vom Rauchen aufzuhören. "Entweder jeden Tag ein bisschen weniger oder man macht einen kalten Entzug", sagt sie. Heute betreibt Rößner einen Online-Shop names Monomeer, der <strong>plastikfreie Produkte</strong> verkauft. Sie verzichtet auf Nagellack und isst weniger Süßigkeiten, kauft gebrauchte Kleidung und neue Schuhe nur noch mit Ledersohle.<br><br>Aber: "Auch ich bin nicht frei von Eitelkeiten", sagt Rößner. Sie benutzt <strong>Kontaktlinsen</strong> und daher auch die Flaschen mit Kontaktlinsenflüssigkeit. Auch bei einer Packung Chips macht sie ab und zu mal eine Ausnahme: "Ich hoffe immer, dass mich dann niemand sieht", sagt Rößner und lacht. "Aber es soll erstmal jemand so viel Plastik vermeiden, wie ich."
Bild: Wetschera, Wiebke

Das erste plastikfreie Produkt, das Susann Rößner sich bewusst gekauft hat, war eine Klobürste aus Holz. Diese hat sie bei einem Bürobedarfshändler gefunden. Als das Paket ankam war das jedoch voll von Plastikfüllmaterial. So hatte sich Rößner den Umstieg auf ein plastikfreies Leben nicht vorgestellt. "Für mich war es schwieriger, weil es noch keine Läden ohne Plastikverpackungen gab", erinnert sich Rößner. Das war 2014.

Sie vergleicht den Umstieg auf ein plastikfreies Leben mit dem Wunsch, vom Rauchen aufzuhören. "Entweder jeden Tag ein bisschen weniger oder man macht einen kalten Entzug", sagt sie. Heute betreibt Rößner einen Online-Shop names Monomeer, der plastikfreie Produkte verkauft. Sie verzichtet auf Nagellack und isst weniger Süßigkeiten, kauft gebrauchte Kleidung und neue Schuhe nur noch mit Ledersohle.

Aber: "Auch ich bin nicht frei von Eitelkeiten", sagt Rößner. Sie benutzt Kontaktlinsen und daher auch die Flaschen mit Kontaktlinsenflüssigkeit. Auch bei einer Packung Chips macht sie ab und zu mal eine Ausnahme: "Ich hoffe immer, dass mich dann niemand sieht", sagt Rößner und lacht. "Aber es soll erstmal jemand so viel Plastik vermeiden, wie ich."

Kathrin Thaler, 38 Jahre alt, Mutter und Hausfrau

Ein Strand irgendwo in Asien. Auf dem Sand liegen überall Plastikreste verteilt. Ein Anblick, der Kathrin Thaler nachhaltig beeinflusst hat. Damals war sie noch Studentin, heute ist sie Mutter von drei Kindern – dem einjährigen Mattis, der vier Jahre alten Clara und der sechsjährigen Lotta.<br><br>Durch das Muttersein macht sie sich zunehmend Gedanken zum Thema Nachhaltigkeit. Das hat Einfluss auf den Alltag: "Wir wickeln zum Beispiel mit <strong>Stoffwindeln</strong>", erzählt Thaler. Auch <strong>Gemüse</strong> pflanzt die Familie auf ihrem Balkon selbst an. Es gibt Tomaten, Paprika, Chili, Pflücksalat und Kräuter. Milch kaufen sie in Glasflaschen, für Seifen kaufen sie lieber Nachfüllpacks als jedes Mal eine neue Verpackung.<br><br>"Wir sind nicht so fromm, aber wo es geht, vermeiden wir Plastik", sagt Thaler. Die Kinder bekommen ihre Brote immer in <strong>Tupperdosen</strong> mit und verpackte Produkte wie Babybel kommen bei der Konstanzer Familie nicht auf den Tisch. Umso mehr freut sich die Familie darüber, dass der neue Unverpackt-Laden direkt gegenüber von ihrer Wohnung ist. So können sie auch weiter auf unnötige Verpackungen verzichten.
Bild: Wetschera, Wiebke

Ein Strand irgendwo in Asien. Auf dem Sand liegen überall Plastikreste verteilt. Ein Anblick, der Kathrin Thaler nachhaltig beeinflusst hat. Damals war sie noch Studentin, heute ist sie Mutter von drei Kindern – dem einjährigen Mattis, der vier Jahre alten Clara und der sechsjährigen Lotta.

Durch das Muttersein macht sie sich zunehmend Gedanken zum Thema Nachhaltigkeit. Das hat Einfluss auf den Alltag: "Wir wickeln zum Beispiel mit Stoffwindeln", erzählt Thaler. Auch Gemüse pflanzt die Familie auf ihrem Balkon selbst an. Es gibt Tomaten, Paprika, Chili, Pflücksalat und Kräuter. Milch kaufen sie in Glasflaschen, für Seifen kaufen sie lieber Nachfüllpacks als jedes Mal eine neue Verpackung.

"Wir sind nicht so fromm, aber wo es geht, vermeiden wir Plastik", sagt Thaler. Die Kinder bekommen ihre Brote immer in Tupperdosen mit und verpackte Produkte wie Babybel kommen bei der Konstanzer Familie nicht auf den Tisch. Umso mehr freut sich die Familie darüber, dass der neue Unverpackt-Laden direkt gegenüber von ihrer Wohnung ist. So können sie auch weiter auf unnötige Verpackungen verzichten.