Der Konstanzer Weihnachtsmarkt ist so beliebt, dass Gäste aus ganz Europa in Reisebussen an den See gebracht werden. Die Lage am Wasser ist einzigartig, das Angebot vielfältig. Dann könnte ja alles bleiben, wie es ist. Finden die einen. Es bräuchte endlich Abwechslung bei den immer gleichen Ständen, mehr vorgeführte Handwerkskunst, weniger Imbiss. Finden die anderen.

Die EU-Richtlinie, die bei der Suche nach einem neuen Cheforganisator einen Wettbewerb vorsieht, kann dem Weihnachtsmarkt nur nutzen. Alle Bewerber müssen sich grundlegende Gedanken über Neuerungen machen, Bewährtes auf den Prüfstand stellen. Dass die Stadt dabei auf Konzepte setzt, die Konstanzer Vereine mehr einbezieht, ist ebenfalls ein gutes Signal.

Die Bürger und Händler müssen keine Angst davor haben, dass ein habgieriger Investor ohne Bezug zur Region den Zuschlag erhält. Siegen wird, wer eine überzeugende Antwort darauf findet, wie Konsum und Kling Glöckchen, Aufbruch und Altbewährtes zu vereinen sind. Die Konstanzer werden ihren Weihnachtsmarkt also auch 2017 noch wiedererkennen. Und sich vielleicht sogar, trotz ihres Hangs zum "So war es schon immer", über neue Ideen freuen.

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