Die Korbinian-Brodmann-Grundschule will mit Tablet-Computern in die Digitalisierung einsteigen – und hat dafür nun grünes Licht vom Gemeinderat. Er beschloss einstimmig die Umsetzung eines sogenannten Miedienbildungskonzepts, zu dem der Einsatz der Tablet-Computer gehört. Schulleiterin Harriet Henckus erläuterte dem Gemeinderat die Pläne.

Hierbei führte sie aus, dass inzwischen die Medienkompetenz auch im Bildungsplan festgeschrieben sei und daher auch in den Grundschulen auf dem Unterrichtsplan stehe. Neben Henckus standen auch zwei Vertreter des Kreismedienzentrums, Thorsten Rees und Jörg Strecker, für Fragen der Gemeinderäte zur Verfügung.

Grundschule in Aach als Vorbild

Henckus erklärte, dass während der Planungsphase Bürgermeister Florian Zindeler und Gemeinderat Olaf Graf-Stanulla die Grundschulen in Aach und Orsingen-Nenzingen besucht hätten. Bei den Besuchen hätten sich verschiedene Herangehensweisen an die Digitalisierung gezeigt.

Während beide Schulen gleichermaßen mit iPads des Herstellers Apple ausgestattet sind, arbeitet die Schule in Aach mit Beamern und Leinwänden sowie mit herkömmlichen Tafeln, die Schule Orsingen-Nenzingen hingegen mit magnetischen sogenannten Whiteboards und intelligenten Beamern, die ein simuliertes Schreiben auf den Whiteboards bei gleichzeitiger Verwendung der Beamer ermöglichen.

Kreismedienzentrum unterstützt die Schule

Die Schule hat ein Medienbildungskonzept erarbeitet, zusammen mit dem Kreismedienzentrum Konstanz unter der Leitung von Thorsten Rees. Das Medienzentrum gab der Schule die Möglichkeit einen Klassensatz der iPads zur Sensibilisierung der Arbeit mit digitalen Medien zur Probe zu entleihen. Die KBGS hat sich entschlossen, eine ähnliche Version der Mediengestaltung wie die Schule in Aach anzuvisieren, da in allen Klassenzimmern Netzwerkdosen vorhanden und in der Decke Kabel für die Beamer vorgesehen sind.

Außerdem führte Henckus aus, dass das Kreismedienzentrum signalisiert habe, die KBGS als Testschule aufzunehmen und so die Einrichtung der Geräte und des Verwaltungszentrums übernehmen würde. Gemeinderat Karlheinz Lehmann (FUW) äußerte Bedenken, ob nicht die Grundaufgaben einer Grundschule etwas zu kurz kommen würden, wenn schon die Erstklässler anfangen würden mit iPads zu lernen, wo sie doch erst einmal Lesen, Schreiben und Rechnen lernen sollten. Henckus führte aus, dass die Tablet-Rechner zunächst nur sehr sporadisch eingesetzt würden und ihr Einsatz erst später zunehmen würde.

Wie kompatibel ist das System mit dem auf weiterführenden Schulen?

Gemeinderat Sebastian Schmidt (FUW) wollte von Thorsten Rees wissen, warum die Schule Klassensätze iPads von Apple kauft, wenn das System immer noch nicht kompatibel mit dem Windows-System sei, welches in den weiterführenden Schulen verwendet werde. Es wurde erklärt, dass diese iPads überhaupt nur die Möglichkeit einer eingeschränkten Nutzung, die von den Lehrkräften zentral gesteuert sind, zulassen, was bei Windows nicht der Fall sei.

Gemeinderat Harald Benkler sprach sich für das Medienbildungskonzept aus, da er positive Rückmeldungen von etlichen Bürgern erhalten habe. Der Gemeinderat stimmte am Ende einstimmig für das Medienbildungskonzept. Er beauftragte die Verwaltung, das Digitalisierungskonzept umzusetzen.