Von „Radio Gaga“ bis „The show must go on“: die britische Band Queen begeistert mit ihrem unverwechselbaren Sound und der markanten Stimme Freddie Mercurys auch noch 30 Jahre nach dem Tod des Sängers ihre Fans. Die Musiker der „Queen Revival Band“ um „Freddie“ Harry Rose (Gesang), „Brian May“ Stefan Pfeifer (Gitarre), „John Deacon“ Christoph Stowasser (Bass), „Roger Taylor“ Piid Plötzer (Bass) und Sebastian Simmich (Keyboard) halten die Erinnerung am Leben: Davon konnten sich die rund 650 Besucher überzeugen, die das Konzert beim Strandkorb-Open-air im Naturpark Aach erleben durften.

Großartige Show: Die Queen Revival Band begeisterte beim Strandkorb-Open-Air in Aach.
Großartige Show: Die Queen Revival Band begeisterte beim Strandkorb-Open-Air in Aach. | Bild: Holle Rauser

Eine großartige Lightshow, Queen-Klassiker wie am Fließband und ein Sänger, der stimmlich absolut authentisch wirkte. „Das Konzert war der Hammer. Es hat unsere Erwartungen noch übertroffen. Und der Sänger hat eine tolle Stimme“, beschreibt Carola Bühler aus Gottmadingen ihre Gefühlslage nach dem Konzert. „Alles war perfekt organisiert, wie die ganzen Abläufe. Das hat mich beeindruckt“, findet Ehemann Emmerich auch viel Lob für den Veranstalter. Viele ähnliche Stimmen zur Veranstaltung waren am Ausgang des Natursportparks zu vernehmen.

Mit dem Hit „Flash“ fegten die Musiker Punkt 20 Uhr die eher trübe Herbstabendstimmung im Naturpark beiseite und rissen die Zuhörer von den Plätzen. „Das wird ein magischer Abend“, versprach Rose, ließ „Kind of magic“ folgen. „Jeder Song von Queen ist es wert, ausgespielt zu werden“, erklärte der Sänger. „Aber sie haben so viele Hits geschrieben, dass wir sie teilweise zusammenfassen müssen.“ Das tat der Stimmung keinen Abbruch: Die Medleys aus Songs wie „Bicycle“, „Play the game“, „Mustapha“ sowie „Radio Gaga“, „Under pressure“ und „Another one bites the dust“ hatten saubere Übergänge, satte Solos und perfekte Schlusspunkte.

Eine gelungene Hommage an die Band Queen: Christoph Stowasser, Sebastian Simmich und Harry Rose (von links) rissen das Aacher Publikum mit. Nicht im Bild: Stefan Pfeifer.
Eine gelungene Hommage an die Band Queen: Christoph Stowasser, Sebastian Simmich und Harry Rose (von links) rissen das Aacher Publikum mit. Nicht im Bild: Stefan Pfeifer. | Bild: Holle Rauser

Mit „EEEooooh“-Gesang in Variationen hatte Freddie Mercury 1985 die Zuhörer des LiveAid-Konzerts im Wembley-Stadion 1985 zum Mitsingen gebracht. Auch in Aach gab Sänger Rose den Echo-Gesang zum Besten und die Besucher antworteten aus voller Kehle. „Ich kann Euch zwar nicht sehen, aber hören“, lobte Rose. „A capella“ wurde auch lässig eine unfreiwillige Pause überbrückt, denn ausgerechnet bei „Don‘t stop me now“ bremste ein kurzer Stromausfall Musik und Lightshow aus. Für den Queen-Klassiker „I want to break free“ schlüpfte Harry Rose wie das Original 1984 in Bluse und BH, den legendären halben Mikrofonständer tauschte er gegen einen Staubsauger. In nachtblaues Licht getaucht kamen die Ballade „Who wants to live forever“ (meisterhaft: „Brian May“ alias Stefan Pfeifer an der Gitarre), gefolgt von „Bohemian Rhapsody“. Zum Klatsch-Klassiker „We will rock you“ liefen Band und Publikum zur Höchstform auf.

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„Wollt ihr noch mehr?“ fragte Sänger Rose. Die Zuhörer wollten „alles“: „I want it all“ war die Antwort der Band. Um den „Queen“-Abend perfekt zu machen, fehlte eigentlich nur noch ein Hit: Die Hymne „We are the champions“ trug Rose in Königsmantel mit Krone und Zepter vor, bevor „The show must go on“ einen Schlusspunkt setzte. Den letzten Song des großartigen Abends, „Too much love will kill you“ widmete die „Queen Revival Band“ Freddie Mercury, bevor sie sich zu den Klängen von „God save the Queen“ von den begeisterten Zuhörern verabschiedete.