Die Vorfreude auf Ostern ist der Klasse 1a anzumerken. Die Ferien stehen vor der Tür und dank der neuen Freiheit haben die Kinder jede Menge Pläne: Ein Besuch im Europark oder eine Reise ans Mittelmeer nennen die quirligen Erstklässler als Urlaubspläne. Wie an allen Schulen endete Anfang April auch für sie die Maskenpflicht, die zusammen mit Tests seit dem ersten Schultag an der Tagesordnung war. „Ich bin froh, dass wir die Maske nicht mehr tragen müssen“, sagt Marinus.

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Auch die anderen Kinder sind überwiegend erleichtert. „Man hat so schlecht Luft bekommen“, sind sie sich einig. „Dass die Maske weg ist, ist toll. Man musste immer daran denken, sie aufzusetzen“, sagt Maximilian. „Ich finde es schön, dass man die anderen Kinder wieder sehen kann“, stellt Angelina fest. Ein großer Teil der rund 25 Kinder hat schon selbst Erfahrungen mit dem Virus gemacht. „Ich hatte Kopfweh, Fieber und habe viel geschlafen“, berichtet einer der Erstklässler. Bei Schulkameradin Ida machte sich das Virus durch einen Schnupfen bemerkbar.

Ein bisschen Angst bleibt bei manchen Schülern

„Ich möchte keine anderen Kinder anstecken“, so Valentina. Vereinzelt gebe es in manchen Klassen Kinder, die den Mund-Nasen-Schutz weiterhin freiwillig tragen, bestätigt Rektor Holger Laufer. Auch die Lehrer dürften die Masken weglassen. „Aber ein Großteil des Kollegiums trägt sie weiterhin“, erklärt Laufer. Bisher sei an der Grundschule kein signifikant höherer Krankenstand zu verzeichnen. „Wir hatten aber immer wieder in Wellen höhere Infektionszahlen bei Kindern und Lehrern“, hat Laufer festgestellt, „nach Fasnacht war bei Schülerinnen und Schülern ein Höchststand. Im Kollegium treten nur immer mal wieder Fälle auf.“

Andere Atmosphäre und mehr Lachen

Der Verzicht auf den Gesichtsschutz trage durchaus zu einer anderen Atmosphäre bei. „Gerade beim Englischunterricht oder bei den Erstklässlern in Deutsch war es laut den Kollegen manchmal schwierig, die richtige Aussprache von Worten oder Buchstaben zu üben“, berichtet Laufer. Der Unterricht sei nun deutlich gelöster und freier, hat Konrektorin Meike Dietrich beobachtet. „Es wird wieder mehr gelacht, und die Mimik ist wieder erkennbar“.