Nach mehreren Debatten über verschiedene Standort-Möglichkeiten steht nun fest: Der Kindergarten St. Michael bleibt, wo er ist. Es wird einen Abriss und Neubau für fünf Gruppen beim katholischen Gemeindezentrum geben. Der Gemeinderat hat erneut länger über das Thema diskutiert. Für die Sitzung am Dienstag hatte Bürgermeister Matthias Weckbach nochmals neue Unterlagen zu einer Aufstockung der Sernatingenschule und einem Neubau an der Talstraße vorbereitet.

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Es kamen direkt Detailfragen von mehreren Seiten zur Regelung mit der Kirche, der das Grundstück von St. Michael gehört. Für Weckbach war dann schnell klar, dass sich der Beschluss damit abzeichnete: „Wenn wir über den Vertrag diskutieren, dann ist die Entscheidung gefallen.“

Bedenken wegen Vertrag mit Kirche

Alwin Honstetter (CDU) warf Bedenken auf, was geschehen könnte, wenn in ferner Zukunft der Pachtvertrag endet und die Kirche ihr Grundstück vielleicht verkaufen möchte. Er regte an, eine Vereinbarung zu treffen, dass bereits im Voraus ein Preis für die Gemeinde festgelegt wird. Weckbach betonte, wie gut die Partnerschaft zwischen Gemeinde und Kirche in den vergangenen 50 Jahren funktioniert habe. Das werde weitergeführt.

Claudia Brackmeyer (SPD) war froh, dass es die Machbarkeitsstudie gab. Diese habe die Lage deutlich gemacht. „Wir halten es für sinnvoll, den Standort beizubehalten“, zog sie für ihre Fraktion als Fazit. Dietmar Specht (CDU) sprach an, dass die Zufahrts- und Parksituation zum Kindergarten zu klären wäre. Ihm ging es um Zulieferungen zum Hotel Krone und den Hol- sowie Bringverkehr der Eltern zum Kindergarten. Weckbach erklärte dazu: „Wir leben im Bestand.“ Da stehe nicht mehr Platz zur Verfügung.

Deutliche Entscheidung

Alle anwesenden Räte waren fast geschlossen für den Neubau am alten Standort. Es gab nur eine Enthaltung. Die Kosten liegen bei geschätzt 5,5 Millionen Euro. Weckbach kündigte an, dass die Gemeinde nun weitere Gespräche mit der Kirche führen werde. In der nächsten Sitzung im September soll es dann um Vergaben gehen.

Andere Optionen fallen durch

Die Aufstockung der Schule wäre zwar mit rund 3,75 Millionen Euro etwas günstiger gewesen, aber es wären noch die Außenanlagen und statische Ertüchtigungen dazu gekommen. Ein großes Argument war auch die Tatsache, dass Schule und Krippe dann keine Entwicklungsmöglichkeiten vor Ort hätten.

Und was der Gemeinde an der Talstraße an Grundstücken gehört, reicht dort nicht für die Platzanforderung des Kindergarten-Neubaus. Weitere der leeren Flächen seien momentan nicht zu bekommen, so Weckbach.

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