In der Sernatingen-Schule stehen große Veränderungen und Umbauten an, die alle Altersklassen betreffen. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Dienstag verschiedene Maßnahmen beschlossen, um die dort untergebrachte Kinderkrippe zu erweitern, Schule und Krippe in den Bestandsgebäuden anders zu strukturieren, neue Spiel- sowie Parkmöglichkeiten auf den Weg zu bringen, Ersatzraum für die Zeit des Kindergarten-Neubaus sowie der Renovierung der Bodmaner Schule zu schaffen und eine neue Mensa zu bauen.

Bürgermeister erklärt die Umbaupläne

Die Gemeinde Bodman-Ludwigshafen will die Kinderkrippe Ludwigshafen um zwei Gruppen mit jeweils zehn Kindern erweitern. Bürgermeister Matthias Weckbach schilderte in der virtuellen Ratssitzung anhand erster Entwürfe, dass sich dafür im Schulanbau, der von 2008 bis 2010 entstanden ist, einiges verändern soll. Die Krippe ist in der Schule untergebracht, aber nun sollen Umbauten für eine klare Trennung zwischen Schule und Krippe mit jeweils eindeutig zugeordneten Eingängen sorgen.

Die Krippe wäre dann komplett im Erdgeschoss des Anbaus untergebracht. Diese Idee sei im Gespräch mit Krippenleiterin Inge Bergmann und Schulleiter Patrick Rupp entstanden, aber bereits in einer Diskussion im Jahr 2007 habe es schon mal einen solchen Vorschlag gegeben, so Weckbach.

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Mensa wird zur Krippe umgebaut

Die Krippe soll künftig dort im Erdgeschoss sein, wo sich derzeit noch die Mensa befindet. Diese werde zu zwei Räumen mit einer gemeinsamen Sanitäranlage. Die Küche solle zu einem Schlafraum für die Kinder umgebaut werden. Schulleiter Patrick Rupp sagte: „Es ist eine prima Lösung, dass die Kleinen auf einer Ebene sind.“

Als neuer Standort für die Mensa ist ein neues Gebäude zwischen den Bestandsgebäuden angedacht. „Ein Planer ist beauftragt hier eine Mensa reinzuplanen“, so Weckbach. Die finanziellen Mittel würden im Haushalt 2022 eingeplant. Die Gemeinde hoffe, dass alles nahtlos klappe.

Die bisherigen Pläne sehen außerdem vor, aus dem EDV-Raum im Obergeschoss des Anbaus ein normales Klassenzimmer zu machen und den Raum nebenan zum Inklusionszimmer umzugestalten. Auch zu weiteren Zimmern auf beiden Stockwerken im Anbau stellte Weckbach die vorgesehen Veränderungen vor, die die Schule oder die Kinderbetreuung betreffen.

Die Grundstücke zwischen Talstraße und Sernatingenschule sind im Gemeindebesitz. Momentan ist dort Materiallager für die Baustelle in der Talstraße, aber später sollen dort auf einem Teil Spielfläche und auf dem anderen Teil Parkplätze entstehen. Das Gebäude mit Flachdach im Hintergrund ist der Schulanbau.
Die Grundstücke zwischen Talstraße und Sernatingenschule sind im Gemeindebesitz. Momentan ist dort Materiallager für die Baustelle in der Talstraße, aber später sollen dort auf einem Teil Spielfläche und auf dem anderen Teil Parkplätze entstehen. Das Gebäude mit Flachdach im Hintergrund ist der Schulanbau. | Bild: Timm Lechler

Neue Spiel- und Parkflächen

Der Gemeinde gehören zwei zusammenhängende Grundstücke zwischen Schulanbau und Talstraße. Direkt hinter dem Gebäude sollen neue Spielflächen für die Krippe entstehen und auf dem anderen Teil Parkplätze. Diese könnten dann außerhalb der Zeiten, in denen sie für Schule und Krippe gebraucht werden, bei Beerdigungen zur Verfügung stehen, so Weckbach.

Ersatzräume für zwei Zwecke

Drei Klassenzimmer im Obergeschoss sowie zusätzliche Containermodule sollen in zwei Fällen Ersatzraum bieten – zum einen für rund acht Wochen wenn die Klassenzimmer in der Grundschule Bodman saniert werden, zum anderen rund zwei Jahre lang, wenn der Kindergarten St. Michael in Ludwigshafen abgerissen und neu gebaut wird. „Wenn der Kindergarten gebaut ist, können die Schulräume im Obergeschoss wieder genutzt werden“, kündigte Weckbach bereits für die Zeit danach an.

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Es würden aber zusätzlich auch noch ein paar Containermodule gebraucht. Schulleiter Patrick Rupp fügte zu deren Standort hinzu, dass es damit nicht ganz einfach sei. Es müsse noch geschaut werden, wo und wie sie aufgestellt werden, damit es in dieser Zeit trotzdem genug Außenflächen für die Schüler gebe.

Der Gemeinderat beschloss die vorgeschlagenen Maßnahmen einstimmig ohne Wortmeldungen. Die Verwaltung soll alles mit den entsprechenden Stellen abstimmen.