Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge war ein unbeladener Sattelzug auf schneebedeckter Fahrbahn in Richtung Überlingen unterwegs, als dessen 28-jähriger Fahrer auf der leicht abschüssigen Passage der B 31-neu bei Überlingen-Kogenbach vor einem Fahrbahnteiler die Kontrolle über seine Zugmaschine verlor, als er die Geschwindigkeit verringerte.

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Daraufhin sei der Auflieger auf die Gegenfahrbahn ausgeschwenkt, beschreibt Daniel Dillmann von der Feuerwehr den Unfall, der sich am Donnerstagabend kurz vor 19 Uhr ereignete. Der Anhänger. der sich quer stellte, rutschte auf das mit zwei Personen besetzte entgegenkommende Auto, das in der Folge auf die rechte Fahrbahn des hier dreispurigen Abschnitts geschleudert wurde. Dabei kollidierte der Dacia eines 57-jährigen Mannes wiederum mit dem Sattel-Auflieger eines anderen Lastwagens, welcher sich beim Anstieg festgefahren hatte.

Die Witterungsverhältnisse waren extrem und die B 31-neu bis zum Abschluss der Bergung in beide Richtungen gesperrt.
Die Witterungsverhältnisse waren extrem und die B 31-neu bis zum Abschluss der Bergung in beide Richtungen gesperrt. | Bild: Freiwilligen Feuerwehr Überlingen

Infolge des Zusammenstoßes seien die beiden Insassen in ihrem Auto eingeklemmt und erheblich verletzt worden, die Feuerwehr habe sie mit schwerem Gerät befreien müssen, beschreibt Dillmann weiter. Nach der Erstversorgung an der Unfallstelle seien sie zur weiteren Untersuchung in die umliegenden Krankenhäuser transportiert worden. Die beiden Lastwagenfahrer blieben laut Dillmann unverletzt.

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B 31-neu war in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr hätten im weiteren Verlauf des Einsatzes die Unfallstelle abgesichert, den Ort des Geschehens großflächig ausgeleuchtet und den Brandschutz sichergestellt, beschreibt der Feuerwehrmann weiter. Für die Dauer des Rettungseinsatzes und der Bergung der am Unfall beteiligten Fahrzeuge musste die Bundesstraße in beide Fahrtrichtungen bis gegen 23 Uhr komplett gesperrt werden. Den Totalschaden am Dacia beziffert die Polizei mit rund 10 000 Euro, den Schaden am Sattelauflieger beträgt rund 3000 Euro.

Auch der Winterdienst der Straßenmeisterei war eingebunden

Neben der Feuerwehr Überlingen waren auch der Rettungsdienst der Johanniter-Unfallhilfe, der Rettungsdienst des Deutsche Roten Kreuzes, die Schnelleinsatzgruppe des Ortsverbandes Überlingen mit dem organisatorischen Leiter Rettungsdienst und zwei Notärzte sowie die Polizei und ein Abschleppunternehmen in den Einsatz mit eingebunden. Aufgrund des starken Schneefalls wurde der Winterdienst der Straßenmeisterei ebenfalls zum Einsatz hinzugezogen. Ebenfalls ein Bild der Lage vor Ort machten sich der stellvertretende Kommandant der Feuerwehr Überlingen, Martin Schweitzer, und der stellvertretende Kreisbrandmeister Alexander Amman.

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Insgesamt war die Feuerwehr Überlingen unter der Leitung des diensthabenden Zugführers Thomas Schnell mit der Einsatzabteilung Stadt mit vier Fahrzeugen im Einsatz. Im Anschluss an den schweren Verkehrsunfall wurde die Feuerwehr Überlingen zu zwei weiteren Einsätzen alarmiert. In beiden Fällen galt es aufgrund der Schneelast über die Straße gestürzte Bäume zu zersägen.