Die Landesgartenschau Überlingen gab am Donnerstagmorgen bei einem Pressetermin eine Mitteilung auf Papier heraus, in der davon die Rede ist, dass der geplante Eröffnungstermin 23. April mittlerweile „fraglich erscheint“. Die Mitteilung ist auf Mittwoch, 18. März, datiert. Sie steht unter der Überschrift „Eröffnung der Landesgartenschau Überlingen wird verschoben“. Unterschrieben ist sie von Jan Zeitler (Überlingens Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der LGS GmbH) sowie der der Geschäftsführung von LGS GmbH und bwgrün.

Theoretische Möglichkeit bleibt bestehen

Im Pressetext der LGS heißt es weiter, dass das Datum 19. April, bis zu dem die landesweiten Einschränkungen in der Corona-Pandemie derzeit gelten, nach wie vor „relevant“ für eine dann „neuerliche Bewertung der Lage“ sei, und damit verbunden die Frage, ob die LGS am 23. April eröffnen könne. Eine theoretische Möglichkeit wird also nach wie vor offen gehalten.

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Ungeachtet dessen spiele das LGS-Team im Augenblick „das Szenario einer Verschiebung“ der Eröffnungsfeierlichkeiten durch, wie es in dem Pressetext von Donnerstag heißt.

Schutz für die Beschäftigten

Als Grund wird der Schutz von Besuchern, Mitarbeitern, Dienstleistern, Ehrenamtlichen und Ausstellern genannt, denen dringend dazu geraten wird, sich an die Verordnungen zum Schutz vor einer Ausbreitung des Corona-Virus zu halten. „Allein aus diesem Grund erscheint uns der 23. April als Eröffnungstermin fraglich, ungeachtet der tatsächlichen Situation zum genannten Zeitpunkt.“

Eröffnung sobald es grünes Licht gibt

„Die Arbeiten gehen weiter“, teilt die LGS mit. „So dass die Landesgartenschau eröffnen kann, sobald es dafür grünes Licht gibt. Wir sind davon überzeugt, dass die Landesgartenschau Überlingen im Jahr 2020 stattfinden wird, wenn auch unter Umständen in einem anderen Zeitraum als ursprünglich geplant.“

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Weiter heißt es in der Mitteilung: „Die Geschäftsführung der LGS GmbH und das Team sowie alle Aussteller werden mit aller Kraft an einer gelungenen Landesgartenschau Überlingen, der ersten am Bodensee, weiterarbeiten. Was jetzt schon in allen Ausstellungsbereichen zu sehen ist, erfüllt uns mit Freude und Zuversicht, trotz der kritischen Lage und aller gebotenen Schutzmaßnahmen an ein gutes Ende zu glauben.“

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Wie es nun weitergeht, dazu könne man aufgrund der vielen Unwägbarkeiten derzeit noch nichts sagen, sagten die beiden Geschäftsführer Edith Heppeler und Roland Leitner auf Nachfrage. Leitner: „Wir sitzen ständig zusammen, der OB und der städtische Stab.“ Der 19. April sei eine Deadline, an der eine Entscheidung getroffen werden müsse. Doch sei der Zeitraum vom 19. bis zum 23. April zu kurz, um gegebenenfalls alles Organisatorische in die Wege zu leiten. „Wir müssen zunächst abwarten, wie es nach dem 19. April weitergeht“, bekräftigt auch Edith Heppeler, „ob das öffentliche Leben wieder in Kraft tritt. Wir sind am 23. April zwar fertig. Doch es ist keine Frage, dass wir in der jetzigen Situation nicht eröffnen können.“