Am 18. Januar wird Staatsrätin Gisela Erler den Eheleuten die Auszeichnung in der Villa Reitzenstein, dem Staatsministerium, in Stuttgart überreichen.

Vor zwei Jahren hatte die Haitihilfe ihren 35. Geburtstag gefeiert. Damals erinnerte Oberbürgermeister Thomas Herzog daran, dass 1980 ein Schramberger Freundeskreis helfen wollte, eine Grundschule in dem haitianischen Dorf Palmari zu bauen. Daraus entwickelte sich eine Vielzahl von Aktivitäten: Patenschaften für Waisen-Kinder, Baumpflanzaktionen, die Trinkwasseraufbereitung in abgelegenen Dörfern bis zu Alphabetisierungskampagnen. Derzeit unterstützt die HHS etwa 580 Kinder über Patenschaften. Nach dem verheerenden Erdbeben und nach Hurrikan Matthew erst kürzlich hat die HHS auch Soforthilfe geleistet. Seit ihrer Gründung hat die Haiti-Hilfe über Spenden, Zuschüsse und Aktionserlöse um die acht Millionen nach Haiti geschickt. Jährlich überweise die HHS mehr als 300 000 Euro auf die Karibikinsel, erläuterte Albert Bäumer. Das Geld werde zum Gutteil für Löhne der Mitarbeiter verwendet. "Wir sind auch ein Wirtschaftsfaktor." Die Ausbildung und Finanzierung der haitianischen Mitarbeiter sei sehr wichtig für die Entwicklung des Landes."

Die Stadt Schramberg hatte auf Anregung verschiedener Institutionen und Personen die Bäumers für das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen. Nach einem langwierigen Prüfverfahren hat Bundespräsident Joachim Gauck nun Ilse und Albert Bäumer das "Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland" verliehen. Es komme selten vor, dass Ehepartner die Auszeichnung erhalten, so ein mit dem Vorgang Vertrauter.

Die Haiti-Hilfe Schramberg ist zu erreichen über E-Mail info@haiti-hilfe.de, per Telefon 0 74 22/24 45 24 oder per Post Wolf-Hirt-Straße 13, 78713 Schramberg. Weitere Informationen auch unter www.haiti-hilfe.de