Nach eingehender Diskussion hat der Schramberger Ausschuss für Umwelt und Technik dem Plan der Stadt für den Straßenunterhalt einmütig zugestimmt. In Waldmössingen und Tennenbronn, so Oberbürgermeister Thomas Herzog, haben die Ortschaftsräte die Pläne bereits beschlossen, nun gehe es um die Talstadt, Sulgen, Heiligenbronn und Schönbronn: "Sobald das Regierungspräsidium den Haushalt genehmigt hat, werden wir die Baumaßnahmen als Block ausschreiben."

Dieter Graszat von der Abteilung Tiefbau hatte gemeinsam mit dem Bauhof Ende 2018 Straßen im Stadtgebiet abgefahren und geschaut, "wo was im Argen liegt". Erste Priorität hat für die Fachleute die Straße am Sonnenberg im unteren Teil: Auf einer etwa 300 Meter langen Strecke soll der Asphalt abgefräst und erneuert werden, Kosten: 70 000 Euro. Die Straße Am Lienberg soll auf 350 Metern eine neue Asphaltdecke für etwa 65 000 Euro bekommen. Im Haldenhof möchte die Stadt an der Ursula-Plake-Straße Pflasterrinnen zur besseren Entwässerung an den Straßeneinmündungen einbauen: "Die Rinnen sollen aber auch zur Verkehrsberuhigung beitragen", erläuterte Graszat.

Ob es sinnvoll sei, die Straße am Sonnenberg jetzt zu sanieren, wenn auf der Planie demnächst gebaut werde, wollte CDU-Stadtrat Jürgen Kaupp wissen. OB Herzog erläuterte, der Investorenwettbewerb sei zwar für dieses Jahr geplant, "wann aber tatsächlich gebaut wird, ist offen". Tiefbau-Chef Klaus Dezember warnte davor, weiter zuzuwarten. Schon jetzt müsse der Bauhof ständig Schlaglöcher stopfen: "Wenn uns die Straße während der Bauarbeiten an der Planie kaputt geht, wäre das schlimm." Er sehe technisch keine Alternative, denn: "Den nächsten Winter überlebt die Straße nicht". Auf Nachfrage von Emil Rode (Freie Liste) bestätigte Herzog, dass der Wunsch nach den Rinnen an der Ursula-Plake-Straße von den Anwohnern gekommen sei. Es sei geschickter, die Pflasterrinnen einzubauen, als Bremshügel aufzubauen, ergänzte Dezember.

Die Strecke am Lienberg sei zu schmal, monierte Ralf Rückert (Freie Liste). Ausweichende Autos würden dort auf den Randstreifen ausweichen. Er schlug vor, dort eine Randbefestigung herzustellen und gleich einen Parkplatz anzulegen. OB Herzog gab zu bedenken, dass auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Wanderparkplatz vorhanden sei. Die Kosten für eine Randsteinbefestigung wären sehr hoch, meinte Graszat.

Gefragt, wie lange denn die Bauarbeiten dauern werden und wie die Lienberg-Bewohner in dieser Zeit zu ihren Häusern gelangen, erwiderte Herzog, er rechne mit "ein bis zwei Wochen – sofern das Wetter mitmacht". Die Umleitung werde dann über den Haldenhof oder Aichhalden erfolgen. Der Ausschuss stimmte schließlich einmütig dem Straßenunterhaltungsprogramm zu.