Im Bernecktal zwischen Tennenbronn und Schramberg sind derzeit wieder Mineure am Werk. Sie spannen über mehrere Felsen Stahlnetze, um die Strecke gegen Steinschlag zu schützen. Schon seit 2013 dauern die Felssicherungsarbeiten an.

Im Bernecktal sind wieder Felssicherungsarbeiten im Gange.
Im Bernecktal sind wieder Felssicherungsarbeiten im Gange. | Bild: Martin Himmelheber

„Wir haben zu Beginn Prioritäten festgelegt“, erläutert Joachim Hilser vom Straßenbauamt im Landratsamt. Derzeit seien die Prioritätsstufen 2 und 3 in Arbeit. Die Bauarbeiten würden noch bis Mai im kommenden Jahr dauern. Dann, so Hilser, werde auch wieder eine Vollsperrung von vier bis fünf Wochen erforderlich werden. In diesem Jahr werden die Spezialisten noch bis Dezember arbeiten. Sobald es frostig wird, sei ein Arbeiten auf den Felsen zu gefährlich.

Akuter Handlungsbedarf

Das Straßenbauamt habe die Bauarbeiten in diesem Jahr trotz der vielen anderen Baustellen rings um Schramberg anordnen müssen, weil die Geologen keinen weiteren Winter verstreichen lassen wollten. „Es war akuter Handlungsbedarf.“

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Im November 2012 war ein tonnenschwerer Felsbrocken im Bernecktal auf die Straße gepoltert. Seither arbeiten die Behörden daran, das Befahren des Tales sicherer zu machen. Die Arbeiten an den Felsen dauerten teilweise monatelang. Immer wieder kam es im Bernecktal zu Vollsperrungen. Mit schweren Prallwänden aus Beton wurden die Autofahrer geschützt. Geologen untersuchten die Hänge entlang der Landstraße und lieferten ein Gutachten mit Sicherheitsmaßnahmen. In mehreren Etappen hat das Landratsamt diese Maßnahmen im Auftrag des Landes umgesetzt.

1,5 Millionen Euro vom Land

Doch immer noch sei die Gefahr, dass größere Felsbrocken auf die Straße poltern, zu groß, erläutert Hilser. Man habe bewusst so geplant, dass in diesem Jahr nur eine halbseitige Sperrung nötig sei. Nächstes Jahr, wenn alle anderen Baustellen im Raum Schramberg abgewickelt seien, könne dann die Vollsperrung verkraftet werden. Für die Sicherungsmaßnahmen, die derzeit im Bernecktal laufen, hat das Land Baden-Württemberg etwa 1,5 Millionen Euro bereit gestellt.