Das Feuerwehrkonzept der Stadt ist eine Richtschnur über verschiedene Investitionen, die über den Zeitraum von 2015 bis 2025 vorgenommen werden müssen. Ein großer Posten stellt dabei die Anschaffung eines Rüstfahrzeuges im Jahr 2019 dar. Rund eine halbe Million Euro wird das Fahrzeug etwa kosten. Damit verbunden sind im Vorfeld bereits Kosten von rund 10 000 Euro für die Ausschreibung, um die sich ein spezielles Planungsbüro kümmern muss.

Besonders die Summe der Ausschreibungskosten stieß den Stadträten sauer auf: "Wir unterstützen das Feuerwehrkonzept natürlich weiter, lediglich mit den Kosten von 10 000 Euro für die Ausschreibung haben wir ein Problem", sagte Kerstin Skodell, SPD-Fraktionssprecherin. Sie sprach sich dafür aus, sich dafür an den Gemeindetag zu wenden.

Auch die FW/FDP/UWV-Fraktion stellte die Kosten infrage: "Können wir da nicht die Unterlagen einer anderen Stadt nutzen. Sicher ist die Summe bei einer Investition von einer halben Million nicht der Brocken, solche Anschaffungen sind dennoch für die Gemeinde ein gewaltiger Kraftakt", sagte Sprecher Adolf Baumann.

Franz Albert mahnte für die CDU-Fraktion vor allem die Bezuschussung des Fahrzeugs an: "Uns irritiert, dass es sich dabei um einen Festbetrag handelt. Wir wissen, dass Feuerwehrautos teuer sind, hoffen aber, dass wir nicht mit 550 000 Euro rechnen müssen."

Eine Alternative zur Ausschreibung über ein professionelles Planungsbüro sah Hauptamtsleiter Horst Vetter nicht: "Wenn wir das über den Gemeindetag laufen lassen, dann erfahren wir erst im Juni, ob es klappt." Eine Entscheidung müsse aber aufgrund der Zuschuss-Beantragung rasch erfolgen. "Wenn wir bei der Stadt jemanden anstellen, der sich um solche Aufgaben kümmert, dann kostet das im Jahr auch 45 000 Euro.", erklärte Vetter. Er ergänzte: "Auch andere Städte gehen den Weg mit den Planungsbüros. Allein aus dem Grund, um Rechtssicherheit zu haben."

Ähnlich sah das auch Kreisbrandmeister Florian Vetter. Wie er sagte, greifen die meisten Kommunen auf externe Planer zurück: "Überlegen sie mal, wie es bei einer Baumaßnahme gemacht wird, die eine halbe Million kosten soll. Da wird auch ein Architekturbüro beauftragt, mit Planung und Abnahme." Hinsichtlich der Zuschüsse berichtete er von einer neuen Ausrichtung im Kreis. Man rüste sich jetzt eher für Sondersituationen, woran sich auch die Landkreis-Förderung entsprechend orientiere.

Rüstwagen

Laut Feuerwehrkonzept der Stadt Hüfingen ist für das Jahr 2019 die Anschaffung eines Rüstwagens vorgesehen. Das Fahrzeug ist speziell für technische Hilfeleistungen vorgesehen und besitzt daher für die Region einen hohen Stellenwert. Es kann für Unfälle mit schweren Fahrzeugen eingesetzt werden. Aufgrund der Nähe zum Dögginger Tunnel und der Bundesstraße sei Hüfingen ein geeigneter Standort für solch ein Gerät, erklärte Kreisbrandmeister Florian Vetter dem Hüfinger Stadtrat. (guy)