Eine lange Tagesordnung hat der Ortschaftsrat am Donnerstagabend abgearbeitet. Die wichtigste Nachricht: Das Feuerwehrgerätehaus entspricht weder in seiner Größe noch in den gesetztlichen Rahmenbedingungen aktuellen Erfordernissen. Eile ist geboten, wenn es darum geht die Feuerwehr Pfohren in den kommenden Jahren auf dem erforderlichen Stand zu halten.

Im Rat erinnerten Kommandant Edgar Schiesel und Abteilungskommandant Reinhold Schöndienst bei den Haushaltsberatungen daran, dass das Feuerwehrgerätehaus nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Nach einem Termin mit dem Bauamt kristallisierte sich heraus, dass das Gebäude spätestens nach dem Erhalt des neuen Feuerwehrfahrzeugs aus allen Nähten platzt. Hinzu kommt eine notwendige Auslagerung der Umkleidekabinen inklusive Aufteilung in Bereiche für Männer und Frauen.

Neubau als Alternative

Als Alternative zu einem kostenintensiven Umbau und einer beengten Erweiterung im hinteren Rathausbereich führte Schiesel einen vom Land im sechsstelligen Bereich geförderten Neubau an. Auf Basis der vorgeschlagenen Alternativen beschloss der Ortschaftsrat einstimmig, die Kosten zur Erstellung eines Variantenstudiums und einer Planungsgrundlage für eine Weiterentwicklung des Feuerwehrgerätehauses in die Liste der Haushaltswünsche aufzunehmen.

Kürzer waren weiteren Tagesordnungspunkte:

Grillhütte: Zu einem beliebte Treff und Anziehungspunkt entwickelte sich die Pfohrener Grillhütte, deren Erneuerung der Sitzplatzgarnituren, Modernisierung der Grillstelle und Befestigung des Teilstückes zwischen Gehweg, Parkplatz und Eingang die Räte für dringend erforderlich halten. Um zu vermeiden, dass in Zukunft der fahrende Verkehr unkontrolliert auf dem Vorplatz der Hütte parkt, ist zudem geplant das Hüttenareal im westlichen Bereich mit einem kleinen bepflanzten Erdwall oder Ähnlichem einzufassen.

Verkehr: Eine dauerhaft für die Immenhöfe vorgesehene Geschwindigkeitsmessanzeige soll die Fahrzeuglenker auf der Durchfahrtsstraße an die erlaubte Höchstgeschwindigkeit erinnern. Rege Diskussionen gab es im Bereich der Kreisstraße. Falls diese umgebaut wird, wandten sich die ie Räte mit knapper Mehrheit gegen den parallelen Bau eines Geh- und Radweges zu Gunsten der Einrichtung einer weiteren Bushaltestelle im Bereich der Ampelanlage entschieden. Der von Hannelore Schröder-Engesser geäußerte Wunsch, eine Sanierung der Donaustraße in die Mittelanmeldungen aufzunehmen, erachtete Ortsvorsteher Gerhard Feucht als nicht notwendig, da sie vom Gemeinderat in den mittelfristigen Planungen für 2021 vorgesehen ist.

Ausgaben: Einstimmig fielen die Voten zur Aufnahme von Erschließungskosten für ein neues Baugebiet in der Geisinger Straße, die Neugestaltung der linken Grabfeldreihe auf dem Friedhof, die Erweiterung der überdachten Fläche der Aussegnungshalle, die Installation eines Stromanschlusses im Außenbereich der Festhalle und einer Außenbeleuchtung für ihren Vorplatz aus.

Gerhard Feucht (rechts) ehrte Blutspender für häufigen Aderlass (von links): Marcel Happel (75 Blutspenden). Gottfried Heinemann (50), Heidrun Noack (100), Martina Meier (25), Karl Weber (50). Bild: Rainer Bombardi
Gerhard Feucht (rechts) ehrte Blutspender für häufigen Aderlass (von links): Marcel Happel (75 Blutspenden). Gottfried Heinemann (50), Heidrun Noack (100), Martina Meier (25), Karl Weber (50). Bild: Rainer Bombardi

Blutspender: Ortsvorsteher Gerhard Feucht ehrte Blutspender für häufigen Aderlass. Heidrun Noack hat bereits 100 Male Blut gespendet, Marcel Happel 75 Male, Gottfried Heinemann und Karl Weber jeweils 50 Male sowie Martina Meier 25 Male.